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Als Ēþsøre (aschw.) wird zunächst jeder Eid bezeichnet. Von besonderer Bedeutung aber ist im schwedischen Strafrecht und auch Staatsrecht der Königseid (kunungs ēþsøre) und der Königseidbruch (ēþsøris brut). Seit dem 13. Jhd. wurden in Schweden, zuerst unter Birger Jarl, Landfriedensgesetze erlassen, deren Durchführung der König und alle Großen des Landes beschworen.

Beschreibung

Dem Zweck dieser Gesetze entsprechend wurden in ihnen einzelne besonders schwere Vergehen mit einem Vierzigmarkstrafgeld, also einer sehr hohen Strafe, belegt, die an den König fällt. Das Begehen eines solchen Verbrechens wurde kunungs ēþsøre genannt. Es fallen unter diesen Begriff insbesondere Verletzungen von Sonderfrieden durch eine gegen eine Person gerichtete Handlung, wie z. B. des Hausfriedens, Kirchenfrieden oder Tingfriedens. Der Königseidbrecher wird friedlos (biltugher); das Urteil erging im Königsgericht, nicht im Volksgericht.

Quellen

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