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Aal

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Der Aal (Anguilla fluviatilis) war im Mittelalter u.a. als typisches Fischgericht auf den Tischen des Adels zu finden. In den europäischen Ländern ist er fast überall verbreitet, namentlich in Norddeutschland und Holland. Auch in Großbritanien waren Lachs und Aal früher ganz besonders häufig, worauf auch Ortsnamen wie 'Ely' oder 'Aalau' hinweisen.

Geschichtliches

Gräten des Aals finden sich schon in den dänischen Kjökkenmöddinger (prähistorische Abfallhaufen) in Menge, und aus der jüngeren Steinzeit werden Funde von langen Beinspitzen, die zur Fischerei verwendet wurden und an einer Seite fein gezähnt sind, als Aalgabeln aufgefasst.

Dass auch die europäischen Völker im Mittelalter den Aal kannten und aßen, kann bei der Beliebtheit, deren er sich von alters her erfreute, kaum zweifelhaft sein. Allerdings wurde der Aal nicht zu den Fischen gezählt, sondern als Schlange aufgefaßt.

Von seiner Beliebtheit bei den Angelsachsen zeugt sein mehrfaches Auftreten in Abgaben. So ist in einer Notiz des Benediktinermönches Beda Venerabilis' (672-735) zu lesen, die Leute von Sussex hätten sich nur auf den Aalfang verlegt, im Übrigen von Fischfang nichts verstanden.

Quellen

  • Johannes Hoops. Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Band 1. 1918—1919. S. 3.
  • J. J. Köhler. Altenglische Fischnamen. (Anglistische Forschungen. Hrsg. V. J. Hoops, Heidelberg, 1900 ff. 21) 13 ff.
  • Walde. Lateinisches Etymologisches Wörterbuch. Heidelberg 1906.
  • Schrader. Sprachvergleichung und Urgeschichte. 3. Auflage. Jena 1906 — 07. S. 146 ff.

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