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Abführmittel zur Gesunderhaltung mit dem Zweck der Umänderung und Erneuerung der Körpersäfte nach antiker Vorstellung, sind römischer Import, den die Bezeichnung des Aderlaßhauses auf dem Grundriss des Kloster St. Gallen von 820 im Nebenzweck als "potionariis" mit seinen Wandbänken zum Abwarten der Wirkung des tranc und seiner reichen Ausstattung mit sieben Aborten im Seitengang anschaulich demonstriert.

Beschreibung

Die richtigen Zeiten zur Anwendung der Kräutertränke usw. lehrten die Kalendarien. Doch mag auch die vorrömische Medizin der Germanen über Tränke zur Behebung von Stuhlverhaltungen verfügt haben, deren bestimmte Scheidung von denen der antiken Überlieferung nicht immer leicht sein wird.

Abführende Mittel wurden gewöhnlich auf den Magen, seltener auf die Haut angewendet. Dazu gehörten: z.B. fettige Öle (Mandel-, Lein-, Mohn-, Rizinusöl), Manna, Honig, süßsäuerliche Früchte, bes. Pflaumen, frische Kräutersäfte, Salz- u. Mineralwässer. Zu den stärkeren Mitteln gehörten: Sennesblätter, Rhabarber, Schwefel, Aloe.

Auch bei Tieren fanden Abführmittel ihre Anwendung. Pferden gab man gewöhnlich Ölkuchen, Quecken, Salzgaben, Leinsamen, Habergrütze etc.; Rindern einen Aufguß der innern Rinde des Faulbaums; Schafen und Ziegen Glaubersalz etc.; Federvieh etwas Baumöl.

Quellen

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