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Crystal keditbookmarks Dieser Artikel wurde am 03. August 2012 als Spotlight vorgestellt.

Alamannische Funde sind von den fränkischen und burgundischen, wie von anderen germanischen Funden der Völkerwanderungszeit schwer zu unterscheiden, wenn nicht Zeit und Ort darüber näheren Aufschluß geben.

Beschreibung

Bis gegen das Ende des weströmischen Reiches trifft man im altalemannischen Gebiet zwischen dem mittleren Neckar und dem Taunus kleine Reihengräberfelder mit Beigaben von frühem westgermanischem und spätem gallorömischem Gepräge, zum Teil noch Formen aus der Latènezeit. Dabei kommen etwa 40 bekannte westgermanische Gräberfelder, meist in Württemberg, für die Alemannen in Betracht.

6. Jahrhundert

Von der Mitte des 6. Jh. an treten, unter Zersetzung des römischen Keilschnittornaments, neue Band- und Flechtmuster auf. Unter nordisch-sächsischer Einwirkung tritt das Tierornament mit seinen Fratzenköpfen, Wurmleibern und Krallenfüßen auch hier die Herrschaft an.

7. Jahrhundert

Im 7. Jh. kommen die mit Silber (und Gold) tauschierten und plattierten Eisensachen dazu: Scheibenfibeln, Gürtelschnallen, Riemenzungen, Sporen usw, teils in eigenen kleinen Nekropolen, teils in den entsprechenden Abschnitten größerer Gräberfelder.

Es ergeben sich deutliche Kulturzusammenhänge mit Oberitalien (langobardische Goldkreuze seit der Christianisierung der Alamannen um 616). Auch die Tongefäße, die bis um 500 noch teils Latène-, teils provinzialrömische Formen zeigen, gehen ab dem 7. Jh. in Form und Verzierung eigene Wege, worin sie sich auch von der gleichzeitigen fränkischen und burgundischen Keramik unterscheiden, wie denn die Töpferei fast immer mehr lokalen Charakter trägt, als die durch den Handel oft weitverbreiteten Schmucksachen und Waffen.

Galerie

Fibeln

Nach dem Verlust des Gebietes zwischen dem mittleren Neckar und Taunus an die Franken (um 500) macht sich der rheinischfränkische und oströmisch-gotische Einfluß auf die alamannischen Fibeln mit neuen, aus dem ostgermanischen Kulturkreis stammenden Formen geltend. Es erscheinen Speichen- oder Sprossenfibeln, die runden Scheiben-, die S- und Tierfibeln, oft aus Edelmetall und mit Granaten oder farbiger Glasinkrustation. Ab dem 7. Jh. wird die runde Scheibenfibel zur einzigen Gewandspange; Bügelfibeln kommen nicht mehr vor.

Kleidung

Waffen und Rüstungen

Unter den Waffen der Alamannen findet sich die Spatha, sowie Stoßspeer und Wurfspieß, Streitaxt, Bogen und Pfeil in den älteren, wie in den jüngeren Gräberfeldern. Dagegen tritt das Wurfbeil, die Franziska, nur in den älteren Gräbern auf, und danach erst vereinzelt ab dem 7. Jh. wieder. Die Ausstattung eines vornehmen Kriegers in dem kleinen Grabfeld von Gamertingen (Anfang 6. Jhd.) enthielt unter anderem Spangenhelm (Typ "Baldenheim") und Panzerhemd.

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Quellen

Einzelnachweise

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