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Alberich oder Elberich war ein kühner, listenreicher Zwerg, der besonders im Nibelungenlied und in der mittelhochdeutschen Sage von Ortnit auftaucht. In der germanischen Mythologie ist er der König des gleichnamigen Alben- bzw. Zwergengeschlechts, der dem nordischen Andwari entspricht.

Sagen

Die Sage von Alberich ist ursprünglich eine selbständige Zwergensage, die in vielfacher Veränderung in den verschiedenen mittelhochdeutschen Dichtungen Aufnahme fand. [1] Durch die aus dem 14. Jh. stammende Sage von Huon de Bordeaux wird Alberich als Auberon, schließlich als Oberon, in den Kreis der Sagen um König Arthus aufgenommen, wo er als Elfenkönig große Verbreitung erlangt.

Ortnitsage

In der Sage von Ortnit ist Alberich König in der Lombardei, alt und graubärtig [2] und Vater von Walbert und Ornit. Da er ebenso ein vortrefflicher Schmied ist, schenkt er u.a. Ortnit eine gute Rüstung. Alberich kann sich unsichtbar machen, wozu ihm seine Tarnkappe (eigentlich ein Mantel) verhilft. Daher leistet er jederzeit seinem Sohne Ortnit, den er unerkannt mit der Gemahlin des älteren Ortnit erzeugt hat, Beistand, wenn dieser ihn durch den vom Vater geschenkten Zauberring begehrt.

Merowingische Stammsage

In der Stammsage der Merowinger verschaffte Alberich seinem älteren Sohn Walbert die Hand der Prinzessin Konstantinopels.

Nibelungenlied

Im Nibelungenlied ist Alberich der Dienstmann der Könige Schilbung und Nibelung. Nach dem Tod seiner Herren nimmt er den Kampf mit Siegfried dem Drachentöter auf. Er wird von diesem besiegt und als Kämmerer des Nibelungenhortes eingesetzt. In diesem Kampf entwand ihm Siegfried auch die Tarnkappe. Nach Siegfrieds Tode muß Alberich den Hort den Burgundenkönigen ausliefern.

Davon abgewandelt existieren weitere literarische Alberich-Figuren, die bekannteste in Richard Wagners Nibelungen-Tetralogie (Der Ring des Nibelungen), wo Alberich einen tyrannischen Zwergenkönig aus dem Geschlecht der Schwarzalben, der Nibelungen, verkörpert.

Thidrekssaga

Dietrich von Bern und Alfrich, Walhallgermanisc1888dahn p515.jpg

Thidrekssaga: Dietrich von Bern fängt Alfrich

In der Thidrekssaga, nach der Alfrikr (bzw. Alfrich) der beste Schwertschmied, aber ein berüchtigter Dieb ist, wird Alberich von Dietrich von Bern im Kampfe besiegt und muß ihm das treffliche Schwert Naglhring verschaffen, das im Besitz eines außergewöhnlich starken Ehepaars ist.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Karl Müllenhoff in Zeitschrift für deutsches Altertum. Berlin, 1841. Ausgabe 26, S. 201 ff.
  2. Nibelungenlied. Hrgb. von Bartsch. B. 497; 0. 241

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