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Die Alcis, auch Alken, sind in der germanischen Mythologie ein Bruderpaar zweier Jünglinge, das im ersten Jahrhundert nach Christus vom ostgermanischen Stamm der Nahanarvaler verehrt wurde.

Beschreibung

Des göttlich verehrten Brüderpaares gedenkt Tacitus in seiner Germania und vergleicht es mit Kastor und Pollux.

„Bei den Nahanarvalern zeigt man einen Hain, eine uralte Kultstätte. Vorsteher ist ein Priester in Frauentracht. Die Gottheiten, so wird berichtet, könnte man nach römischer Auslegung Kastor und Pollux nennen. Ihnen entsprechen sie in ihrem Wesen: sie heißen Alken. Es gibt keine Bildnisse, keine Spur weist auf einen fremden Ursprung des Kultes, gleichwohl verehrt man sie als Brüder, als Jünglinge.“

Tacitus: Germania, 43,3 [1]

Herkunft

Der Name ist dunkel; wahrscheinlich hängt er mit dem angelsächsischen ealgian = 'schützen' zusammen. Man brachte das Brüderpaar auch mit den indischen Acvina in Zusammenhang [2] und glaubte vielfach, dass sie in den Harlungen der deutschen Heldensage fortleben. Die Annahmen sind jedoch unsicher. Die Alken scheinen vielmehr nur ein göttlich verehrtes Schutzbrüderpaar gewesen zu sein, wie die norwegischen Schwestern Irpa und Thorgerdhr, dessen Kult sich auf einen Stamm beschränkt hat.

Quellen

  • Symon, B.: Grundriß der germanischen Philologie. Band III. Hrsg. v. Hermann Paul. Straßburg 1896 — 1909.

Einzelnachweise

  1. Tacitus, De origine et situ Germanorum (Germania). Übersetzung "Die Germania des Tacitus"' (Wikisource). Anton Baumstark: Freiburg 1876.
  2. Myriantheus: Die Acvins oder arischen Dioskuren. München 1876

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