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Das Aloeholz (lignum Aloes) oder Adlerholzbaum ist ein bereits seit Altertum und auch während des Mittelalters bekanntes, äußerst seltenes und kostbares Räucherholz.

Beschreibung

Dieses berühmte Räucherwerk hat mit dem Abführmittel Aloe nichts zu tun, sondern ist vielmehr der Name verschiedener wohlriechender Hölzer, insbesondere der hinterindischen Aquilaria Agallochum. Das Agallochumholz galt schon im Alten Testament (hebr. ahālīm oder ahālōt) als kostbares Räuchermittel und wurde in Europa erstmals von dem griechischen Arzt und Pharmakologen Pedanios Dioscurides im 1. Jahrhundert beschrieben.

Ob das lignum Agallochi schon im Frühmittelalter in Nordeuropa bekannt war und offizinell oder zu Räucherzwecken gebraucht wurde, wissen wir nicht. Wenn in einem unter Aloe beschrieben angelsächsichen Rezept "murre and alwe, libania", d. h. Myrrhen, Aloe und Weihrauch als Ingredienzien zu einer Kopfsalbe genannt werden, könnte die Zusammenstellung der Aloe mit zwei aromatischen Stoffen den Gedanken nahelegen, dass hier das wohlriechende lignum Agallochi gemeint ist; doch wird die bittere Aloe schon bei Plinius als Mittel gegen Kopfweh empfohlen.

Um 1200 ist das Aloeholz als Räuchermittel sicher bekannt: In Wolfram von Eschenbachs "Parzival" wird in der Gralsburg als kostbarer, wohlriechender Brennstoff lign āloe verbrannt, dessen Rauch die Schmerzen des kranken Anfortas lindern soll.

Quellen

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