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Amalasuntha (Amalaswintha) war die Tochter des Ostgotenkönigs Theoderich der Große und Audefledas, der Schwester (oder Tochter?) von Chlodwig I..

Geschichte

Amalasuntha war seit 515 n.Chr. mit Eutharich aus dem Geschlecht der Amaler vermählt. Im Jahre 516 gebar sie einen Sohn namens Athalarich, den Theoderich der Große zu seinem Nachfolger bestimmte. Nachdem Eutharich 522 starb, führte sie seit dem 30. August 526 als Witwe die Regierung für ihren minderjährigen Sohn.

Amalasuntha war selbst von freier Bildung (außer Gotisch sprach sie Griechisch und Lateinisch) und begünstigte die römische Bevölkerung. Sie ernannte den Präfekten Liberius von Gallien neben dem gotischen General Tuluin zum patricius praesentalis, behielt Cassiodor als magister officiorum bei, knüpfte halbverräterische Verbindungen mit Byzanz an und ließ den jungen König nach Römersitte erziehen. Auf Anstiften gotischer Adliger entzog sich jedoch Athalarich der strengen Zucht und starb am 2. Oktober 534 infolge seiner Ausschweifungen. Hierauf heiratete Amalasuntha ihren Vetter Theodahad, behielt sich aber die Regierung vor. Doch schon 30. April 535 ließ dieser, gereizt durch die Verachtung, die ihm Amalasuntha zeigte, die Königin auf einer Insel im Bolsener- (Vulsinischen) See gefangen setzen und im Bad erdrosseln. Dies gab Kaiser Justinian den Vorwand zu Belisars Angriff auf das Ostengotenreich. [1]

Quellen

Einzelnachweise

  1. Vgl. Kohl, Zehn Jahre ostgotischer Geschichte. Leipzig 1877.

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