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Ein Amboss (althochdeutsch anaboz: „Woran man schlägt”) ist eine Unterlage aus gehärtetem Stahl zum umformenden Bearbeiten von meist Eisenmetallen. Er steht normalerweise auf einem Holzblock, was der Dämpfung dient und die optimale Arbeitshöhe ergibt. [1]

Beschreibung

In der Bronzezeit bestand der Amboss noch aus Stein. Ein Serpentinkiesel in hölzernem Block, der die Stelle dieses Werkzeuges vertrat, fand sich im Bronzepfahlbau von Mörigen. Es scheint, als ob in Europa der Amboß aus Stein noch lange allgemein verbreitet war, sind doch in Skandinavien in der Wikingerzeit die größeren Exemplare aus diesem Material hergestellt.

Aus den Pfahlbauten der Schweiz kennt man allerdings bereits in der Bronzezeit auch bronzene Ambosse (aus Auvernier und Wöllishofen, letzterer schon mit Hörn), in Nordeuropa scheinen sie erst mit der Eisentechnik allmählich gekommen zu sein, und im Haushandwerk wird man sich noch lange mit dem Stein begnügt haben. Die Entwicklung ist natürlich, da während der Bronzezeit der Guß weitaus an erster Stelle stand und das Schmieden mehr ein Dengeln war, das heute noch der Landmann, wenn er seine Sense schärfen will, auf einem Stein vornimmt.

  • Abb. 7. Bronzeamboß von Auvernier. Nach v. Tröltsch, Pfahlbauten.
  • Abb. 8. Amboß aus Eisen. Wikingerzeit. Norwegen. Nach Montelius, Kulturgeschichte Schwedens. H. 17 cm.

Quellen

  • Altdeutsches Handwerk. Heyne. Straßburg. 1908.

Einzelnachweise

  1. Wikipedia: Amboss

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