FANDOM


Amlaib Conung (anord. Olafr) war ein nordisch-gälischer Führer in Irland und Schottland. Zusammen mit seinem Bruder Iwar (Ímar) und Auisle (Auðgisl) ist er u.a. durch die Annalen von Ulster überliefert, wo er als Sohn des Königs von Lochlann (Irland; s.a. Norwegen) auftaucht. Sein Name "conung" (anord. konungr) bedeutet "König". [1]

Hintergrund

Dass Olaf, oder "Amlaib Conung" (konungr), wie ihn die Iren nannten, ein Norweger war, ist sicher. Ob er aber mit dem von den isländischen Sagas oft erwähnten Óleifr hvíti identisch ist, ist zweifelhaft, doch nicht unwahrscheinlich [2]. Hingegen war Iwar nicht, wie einige irische Quellen es darstellen, sein Bruder, sondern wahrscheinlich einer der berühmten Söhne Ragnar Lodbroks und mit dem Ivar Beinlauss der Sagas identisch [3]

Geschichte

853 übernahm Amlaib die Herrschaft über die Wikinger in Irland. Nachdem im Jahre 856 König Roderic den Dänenführer Orm in Wales tötete, verließ Amlaib plötzlich Irland. An seine Statt kam sein Bruder Iwar (Imar). 857 kämpfte Amlaib mit Iwar gegen die Gall-Gaedhel ("Fremd"-Iren, d. h. Scharen von Iren und Normannen, die nach Art der Wikinger plünderten und deren Sitten angenommen hatten) und töteten in Munster ihren Führer Caitil Finn (Ketil den Weißen).

In den 860er Jahren breiteten die Wikinger unter ihren Königen Amlaib, Iwar und Auisle ihre Macht über Irland aus. Sie fielen von Schottland ein, wo Amlaib und Auðgil im Jahre 866 das Piktenland verwüsteten. 870-871 kehrten Amlaib und Iwar mit 200 Schiffen und vielen britischen, sächsischen und schottischen Gefangenen nach Dublin zurück. Nachdem er 871 Irland verlassen hatte, kehrte er nie wieder dorthin zurück. Wie es heißt, ging er nach Lochlann, um seinem Vater, König Gotfried, der seine Unterstützung gesucht hatte, zu helfen. Nach Amlaibs Weggang übernahmen sein Sohn Oistin (Eysteinn) und Iwar die Herrschaft über die Wikinger und verwüsteten ganz Irland. [4]

Quellen

Einzelnachweise

  1. Wikipedia (en): Amlaíb Conung
  2. vgl. jedoch Aarbeger. f. nord. Oldk. Björn Magnusson-Ólsen, 1908.
  3. Normannerne (Internet Archive). Johannes Steenstrup. Kjøbenhavn, R. Klein, 1876. Band I, S. 141 ff. Band II, S. 121
  4. Annals of Ireland: Three Fragments (Internet Archive). John O'Donovan. Hrsg. Irish Archaeological and Celtic Society, 1860.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki