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Eine Amnestie (altgr. amnēstia "Vergessen, Vergeben", auch Abolition) ist ein vollständig oder zu Teilen erfolgter Straferlass. Eine Amnestie beseitigt weder das Urteil noch die Schuld des Straftäters. Im Gegensatz zur Begnadigung wirkt die Amnestie über Einzelfälle hinaus für ganze Tätergruppen.

Die Amnestie wird häufig vom Staatsoberhaupt eines Landes einem bestimmten Personenkreis gewährt, die bereits eine Haftstrafe verbüßen oder denen noch eine Strafe bevorsteht. Dabei kann es sich um Häftlinge handeln, die beispielsweise alle dieselbe Straftat begangen oder die für verschiedene Vergehen eine ähnlich hohe Strafe erhalten haben. [1]

Amnestie im Mittelalter

Eine Amnestie im Sinne einer Begnadigung ganzer Gruppen oder Klassen von Verbrechern ist dem germanischen und dem älteren deutschen Recht des Mittelalters unbekannt. Nur von dem schwedischen König heißt es, dass er beim Reiten der Erichsgasse (siehe Königtum) drei Männern den Frieden geben darf, die nicht Neidingswerk (siehe Friedensbruch) getan haben. Aber dies dürfte richtiger unter den Gesichtspunkt der Begnadigung gestellt werden.

Quellen

  • Deutsche Rechtsgeschichte. 2. Bände. (1. Bd. in 2. Auflage). Heinrich Brunner. Leipzig 1906 und 1892.

Einzelnachweise

  1. Wikipedia: Amnestie

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