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Die Bündnerpässe gehörten in römischer Zeit nicht zu den wichtigsten Paßstraßen der Alpen, erlangten jedoch im Handelswesen des Hochmittelalters eine große Bedeutung für den Handel zwischen Deutschland und Italien.

Beschreibung

Für die Römische Kaiserzeit ist die Benutzung für den Julierpass und den Splügenpass erwiesen. Der Bernhardinpass (2063 m) und Lukmanierpass (1917 m) treten erst in der sächsischen Kaiserzeit (919-1024) gelegentlich hervor.

Julierpass

Die Benutzung des Julierpasses (2287 m) ist bereits in der römischen Kaiserzeit erwiesen. Über den Pass führte ein fahrbarer Weg. Seine Benutzung begann mindestens seit Kaiser Augustus.

Septimerpass

Vom Septimerpass fehlen Nachrichten aus römischer Zeit. Im Mittelalter trat der Septimer (2311 m) als der kürzere, wiewohl unbequemere Paß an die Stelle des Julierpasses. In fränkischer Zeit waren Septimer, Großer St. Bernhard und Mont Cenis die am meisten benutzten Alpenpässe.

Das Hospiz auf dem Septimer wird 831 zuerst erwähnt. Der Verkehr über den Septimer erlebte in der 2. Hälfte des 10. Jhs. seine erste Glanzzeit. Die Zollprivilegien der sächsischen Kaiser für das Bistum Chur unter anderem Nachrichten bezeugen den Handels- und Reiseverkehr über einzelne Bündnerpässe, besonders über den Septimer, in dieser Zeit.

Splügenpass

Die Benutzung des Splügenpasses ist bereits in der römischen Kaiserzeit erwiesen. Die Straße über den Splügenpass (2117 m) von Chiavenna nach Chur ist römisch, wahrscheinlich in der mittleren Kaiserzeit angelegt, doch augenscheinlich wenig benutzt. Im Frühmittelalter wird sie nicht erwähnt.

Quellen

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