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Als Baptisterium, lat. aula baptismatis, ecclesia baptismatis, wird eine Taufkirche bzw. Taufkapelle bezeichnet. Diese sind in der Regel Johannes dem Täufer geweiht.

Geschichtliches

Im ersten Jahrtausend war das Baptisterium ein ganz besonders wichtiger Raum in, neben oder (häufig) vor den Kirchen. Der Grundriß war zentral, da das Taufbecken die Mitte einnimmt. In der Spätantike war es als Eintauchbecken (Immersions-Baptisterium) oft mit Stufen zum Einsteigen des entkleideten Täuflings eingerichtet. In Frankreich ist aus der ersten Zeit des Christentums (6. Jhd.) noch St. Jean zu Poitiers wohl erhalten. Dieses nicht genau im Zentrum (etwas nach Osten zu) gelegene Taufbecken ist mit sehr hohen schmalen Stufen und noch mit unterirdischem Wasser-Zu- und Ablauf versehen.

In Riez steht ein achteckiges Baptisterium mit Umgang auf Säulen aus dem 7. Jhd. In Deutschland haben sich einige, z.B. in Köln und der Zentralbau zu Altötting aus dem 6. Jahrhundert erhalten. Auch die St. Michael Kirche in Fulda, ein runder Zentralbau mit Umgang, durch 8 Säulen getrennt, war ursprünglich als Taufkapelle geplant. Dafür spricht die Lage nahe der Kathedrale des Bonifatius, nach Norden zu-dagegen die Krypta darunter.

Quellen

Einzelnachweise

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