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Als Baunonia bezeichnet Plinius in seiner "Naturalis Historia" (4, 94) ein Gebiet an der Nordseeküste. Variierende Lesarten sind Rauronia, Rauroniam und Raunomiam.

Überlieferung

Gaius Plinius Secundus schreibt über Baunonia in der Naturalis Historia (4, 94) [1]

"Exeundum deinde est, ut extera Europae dicantur, transgressisque Ripaeos montes litus oceani septentrionalis in laeva, donec perveniatur Gadis, legendum. insulae complures sine nominibus eo situ traduntur, ex quibus ante Scythiam quae appellatur Baunonia unam abesse diei cursu, in quam veris tempore fluctibus electrum eiciatur, Timaeus prodidit."
D.h.: "Wir müssen jetzt die inneren Meere verlassen, um die äußeren Grenzen Europas zu beschreiben; wir gehen also, nachdem wir die Ripäischen Berge (ein Gebirge zwischen Europa und Asien) überstiegen haben, an der Küste des nördlichen Ozeans fort, bis wir nach Gadis kommen. Mehrere Inseln ohne Namen sollen sich in dieser Gegend (dort, an der Küste des nördlichen Ozeans) befinden. Von einer derselben, die vor dem Scythischen Land, das Baunonia heißt, liegt, berichtet Timaeus, dass sie eine Tagreise vom Festland entfernt sei, und dass während des Frühlings die Fluten auf sie den Bernstein auswerfen." [2]

Deutungen

Danach ist es unsicher, ob Plinius eine Insel oder ein Küstenstrich mit dem Namen "Baunonia" bezeichnet. Forscher und Gelehrte deuteten den Namen aus dem germ. *baunōn- 'Bohne' und erinnerte an Fabaria. Gustaf Kossinna (1858-1931), Professor der deutschen Archäologie an der Universität Berlin sah das R (als variierender Anfangsbuchstabe) als aus dem vorausgehenden Wort stammend, trennte es ab und stellte so einen Bezug zu Auionia, Land der Aviones, her. [3]

Quellen

Einzelnachweise

  1. Wikisource: Gaius Plinius Secundus: Naturalis Historia/Liber IV
  2. Übersetzung aus: Cajus Plinius Secundus Naturgeschichte, Bände 1-10. Hrsg. Philipp Hedwig Külb. Verlag der J. B. Metzlerschen Buchhandlung., 1840. S. 454.
  3. Gustaf Kossinna in Indogermanische Forschungen; Zeitschrift für Indogermanistik und allgemeine Sprachwissenschaft. Ausgabe 7, 1898. S. 294.

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