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Beltane

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Beltane ist das keltische Fest der Liebe und Fruchtbarkeit. Es ist der zweite Höhepunkt im Jahreskreis der Kelten und wurde beginnend am Vorabend in der Nacht zum und am 1. Mai als das Ende des Winters und Beginn des Sommers gefeiert. Als Mondfest wird es am 5. Vollmond nach Yule begangen.

Name

Zusammen mit Imbolc, Lughnasadh und Samhain ist Beltane eines der vier großen keltischen Jahresfeste. Der Name bedeutet wörtlich übersetzt „die Feuer des Bel“. Bel oder Belenus war ein Sonnengott der im Süden beheimateten Kelten, man kannte ihn aber auch auf den Britischen Inseln. Das Fest trägt auch den walisischen Namen Cétsamuin („der erste Sommerliche“, walisisch Cyntefin), dieser Name bezog sich auf den Beginn der schönen Jahreszeit. Eine weitere walisische Bezeichnung ist nos Calan Mei oder nos Calan Haf. Bealtaine ist noch heute der Name des Monats Mai im Irischen.

Deutung

Der Jahreskreis der Kelten läßt sich u.a. auf die Phasen des menschlichen Lebens beziehen. Es entwickelt sich zwar kontinuierlich, doch es gibt ganz bestimmte Augenblicke, da wechselt der Mensch von einer Phase in die nächste, und solche Übergänge können mit den keltischen Festen verglichen werden. Beltane entspricht dabei der Jugendzeit, dem Aufbruch in eine Welt voller Abenteuer und Möglichkeiten,- der Übernahme von Verantwortung und natürlich der Partnersuche. Was im ersten Lebensabschnitt erlernt wurde, muss sich jetzt in der Praxis bewähren. So, wie die Natur mit verschwenderischer Fruchtbarkeit im Frühling reagiert, entwickelt auch der Mensch seine schöpferischen Kräfte: Er gründet eine Familie, legt beruflich den Grundstein für eine gesicherte Existenz - so wie die Aussaat im Frühling die Ernte des Sommers bestimmt. Mit dem Übergang in die nächste Phase beginnt die Loslösung von Überschwang und Abenteuerlust, von zornigem Streben und manchmal auch von einer ungeliebten Rolle. Auf die Jugend-Phase von Beltane folgt Lugnasad.

Brauchtum zum Monat Mai

Beltane gehört zu den so genannten Feuerfesten: Große Holzstapel wurden aufgeschichtet und angezündet, nicht nur um im Schein der Flammen zu feiern, sondern auch, um die Herden hindurchzutreiben, damit sie rituell gereinigt wurden. In Irland war es das Vorrecht des Königs, die Feuer anzuzünden. Wer es vor ihm wagte, soll zum Tode verurteilt worden sein. Viel Brauchtum hat sich aus der Zeit der Kelten bis heute erhalten; der Schmuck der Häuser oder Ställe mit frischem Grün, der Maibaum, mancherorts die Maifeuer und vor allem der Tanz in den Mai erinnern daran. In der Wahl der Maikönigin ist ein letzter Hauch der heidnischen Verehrung einer Göttin zu spüren, die dem Land die Fruchtbarkeit schenkte.

  • Es ist überliefert, dass sich die irischen Druiden an diesem Tag in Uisnech versammelten, wo sie über Verträge verhandelten und offene Streitfragen beilegten.
  • In dem irischen Schöpfungsmythos der Tuatha De Danann wird Beltane als der Tag angegeben, an dem die Schiffe der Kinder Danas an der Küste Mands landeten.

Eine bedeutsame Nacht

Aber nicht nur der l. Mai ist ein Feiertag, auch die Nacht zuvor hat ihre Bedeutung. Sie ist in Deutschland als Walpurgisnacht bekannt, zu der sich die Hexen versammeln. Die Nacht zum 1. Mai und der 1. Mai selbst steht im Zeichen der Liebe, der Fruchtbarkeit und des Wachstums.

Quellen

  • Ansha - Die magische Welt der Kelten, Ludwig, 1900.
  • Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 790 f.
  • Ingeborg Clarus: Keltische Mythen. Der Mensch und seine Anderswelt. S. 92.

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