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Der Blockbau ist eine Bauweise für Gebäudewände, auch der äußeren, aus dicht übereinander liegenden oder nebeneinander stehenden Baumstämmen oder Balken. Der liegende Blockbau, hat sich in vielen Beispielen erhalten und ist noch heute, überwiegend im Hausbau (Blockhaus), gebräuchlich.

Beschreibung

Charakterisiert wird der Blockbau vorallem dadurch, dass sich die Enden der Balken an den Ecken kreuzen, also überstehend eine nach zwei Seiten vorragende aufrechte Kante bilden. Die stehenden Stämme dagegen müssen am unteren und oberen Ende durch eine Schwelle zusammengefaßt werden, in die sie eingezapft sind.

Ein bekanntes Beispiel davon besteht noch in Essex (England) aus dem 11. oder 12. Jh., ein Teil der kleinen angelsächsischen Kirche zu Greenstead, wo allerdings die runden Stämme halbiert und mit der runden Seite nach außen gestellt sind, so dass die Innenseite der Wand glatt ist.

Die Blockbauweise aus aufrechten Stämmen war bereits im Neolithikum gebräuchlich und später in der Antike weit verbreitet, wie die Reliefs der Markantonsäule, die die Eroberung germanischer Dörfer schildert, beweisen. Die dort dargestellten Hütten, insbesondere der Markomannen, sind, rund und eckig, aus aufrechten, in Zwischenräumen durch Flechtseile verbundenen runden Stämmen errichtet und mit Schilfdächern geschützt. Die Türen sind einfach, rund oder gerade abgeschlossen, in diese Wände eingeschnitten. Die Halle Heorot im Beowulflied muß ähnlich konstruiert gedacht sein; wenigstens wird sie als mit eisernen Bändern umschmiedet geschildert, was auf aufrechten Blockbau deutet.

Galerie

Quellen

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