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Die Burgunder bzw. Burgunden (Burgundiones, Burgundii) waren ein ostgermanischer Volksstamm, der zu den Vandalen gehörte und in der Spätantike an der Rhóne ein eigenständiges Reich errichtete. Im 6. Jh. wurde ihr Gebiet in das Frankenreich integriert.

Beschreibung

Die Burgunder saßen Anfangs im Flußgebiet der Netze und Warthe, bis sie um die Mitte des 3. Jh. n. Chr. von den Gepiden verdrängt zum Teil nach Norden zogen und sich da auf Bornholm (Burgunda-Holm, d.h. Burgunden-Insel) niederließen. Die große Masse wendete sich gegen Westen und setzte sich zunächst in den Maingegenden fest. Mit den Alemannen griffen sie um 290 das römische Gebiet an. Dann blieben sie ruhig vor den Römern in ihren Sitzen, hatten aber häufig Streit mit den Alemannen um Grenzen und Salzquellen (von Schwäbisch-Hall oder Kissingen).

Im Jahre 373 zogen 80,000 Burgunder gegen die Alemannen an den Rhein, um sie auf Valentinians Veranlassung zu vertreiben; doch vergebens. Als die Vandalen, Sueben und Alanen nach Gallien zogen, wurden auch die Burgunder 407 von Stilico dazu aufgefordert. Sie zeigen sich von da unter ihrem König Gundikar imm römischen Gallien, wo sie sich an der Aar und Rhone niederließen und am Fuß der Alpen ein mächtiges Reich gründeten (siehe Burgund).

Burgund Königreich Karte 443-476

Das burgundische Königreich zwischen 443 und 476 n. Chr.

Während ihres Aufenthaltes am Rhein wurden die Burgunder zum Christentum bekehrt und bekannten sich zum Arianismus. Ab 413 siedelten die Burgunden unter König Gunther links des Rheins und gründen die Hauptstadt Worms. Der römische Feldherr Flavius Aetius (390-454) hetzte daraufhin die Hunnen auf sie.

Nur ein kleiner Rest, der in die Berge Savoyens flüchtet, überlebt. Der Untergang der Burgunder unter König Gunther (436) ist Thema des Nibelungenliedes. Westrom muss den Hunnen zum Dank Pannonien (Ungarn) abtreten. [1]

Regierungsform

Die Burgunder standen unter einem, in seiner Macht sehr beschränkten und absetzbaren König (Hendinos). Der oberste Priester (Sinistus) wurde auf Lebenslang gewählt. Sie hatten Wahrsager, deren Befragung auch in christlicher Zeit noch fortdauerte. Die Tdten, eingewickelt in Schleier und Mäntel, begruben sie über einander.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Geschichtsbaum Deutschland. National Geographic Deutschland. Britta Orgovanyi-Hanstein. Candor-Verlag, 2006. ISBN 3200005572, ISBN 9783200005570.

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