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Die Cananefaten, Canninefaten bzw. Cannenefates waren ein westgermanischer Volkstamm, der nach Tacitus (Historiae 4, 15) den Batavern benachbart und mit ihnen blutsverwandt ist, also gleich ihnen von den Chatten ausgeht.

Beschreibung

Neben den Batavern führt auch Plinius (Naturalis Historia. 4, 101) unter den Rheininseln als bedeutendste die Batavorum insula et Cannenefatium an. Genauer zeigt, wo sie wohnten, der von ihnen sich herleitende Name des Kennemerlandes westlich der Zuidersee (Niederlande). Die Cananefaten wurden nach Velleius Paterculus (Historia Romana 2, 105) von Tiberius unterworfen und standen zu den Römern fortan im selben Verhältnis wie die Bataver, deren Geschick auch das ihre war.

Name

Der Name der Cananefaten ist am besten belegt als "Cannenefates"; daneben kommen Cannine fates, Cannanefates und andere Varianten vor. Deutungsversuche bei Ludwig Laistner [1], und R. Much [2] - von älteren abzusehen - haben zu keinem einleuchtenden Ergebnis geführt; aber so viel steht fest, dass nicht -fates abgetrennt und für germanisch. fadi - 'Herr' genommen werden darf.

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Quellen

  • Die Deutschen und die Nachbarstämme. Von Zeuß. S. 102.
  • Deutsche Altertumskunde. Karl Müllenhoff. Band 4, S. 399. Berlin 1870-1908.
  • Allgemeine Geschichte der germanischen Völker bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts. Ludwig Schmidt. München und Berlin. 1909. S. 203 ff.

Einzelnachweise

  1. Vierteljahresschrift für Landesgeschichte. L. Laistner. Württemberg. 1892
  2. Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur. R. Much. Band 20 (1895).

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