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Cernunnos ist der der keltische gehörnte Gott der Vegetation, auch der Grüne Mann genannt. Auch er wird heute in Gestalt eines christlichen Heiligen verehrt: als St. Cornely, der Schutzpatron des Hornviehs. In der Umkehrung ins Negative erscheint er als der Gehörnte mit dem Pferdefuß, der leibhaftige Teufel.

Überlieferung

Cernunnos hat in vielen Gestalten überlebt: als Grüner Mann oder Wilder Mann oder als Herne, der Jäger. Sogar Robin Hood hat seine Züge angenommen. Er ist ein Gott, der in den tiefen grünen Wäldern lebt, der das Leben und das Verhalten der Tiere kennt. Unheimlich kann er sein, doch auch faszinierend in seiner Männlichkeit. Kampf und Paarung, Wachstum und Fruchtbarkeit, Gemeinschaftssinn und Klugheit, Wildheit, Leidenschaft, Schutz und Fürsorge versinnbildlicht er.

Kein Wunder, dass aus dem sinnenfrohen, naturverbundenen Gott ein anderer Gehörnter mit gespaltenem Huf wurde. Einen so lustbetonten, vitalen und potenten Fruchtbarkeitsgott konnten die prüden Kirchenmänner nicht dulden, und flugs wurde der Teufel an die Wand gemalt. Manchmal allerdings scheinen sie sich nicht durchgesetzt zu haben, denn in alten Kirchen lugt der Grüne Mann mit Blättern um den Kopf verschmitzt zwischen den Schnitzereien von Pflanzen und Tieren hindurch. Es lohnt sich, einmal in ländlichen Kapellen nach ihm Ausschau zu halten.

Quellen

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