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Schon die Menschen im Mittelalter legten viel Wert darauf, dass ein Feld für den Ackerbau gut gedüngt wurde. So finden sich in den Gesetzen jener Zeit verschiedene Bestimmungen über das Düngen, die unter anderem bestimmte Vorschriften für einen Pächter enthalten, wie er sein Feld düngen solle.

Geschichte

Die Indogermanen im europäischen Raum kannten die Düngung von Feldern bereits seit von Alters her. So wurden z.B. im Pfahlbau von Robenhausen (Schweiz) aus der Steinzeit 6 Fuß tief unter dem Torf Lagen von Ziegen- und Schafdünger gefunden, die für die Düngung der Felder aufbewahrt waren. [1]

Beschreibung

Bei den westgermanischen, wenn nicht bei allen germanischen Völkern wurde schon zur Römerzeit der Acker mit Mist gedüngt. Doch war das Düngen oft unzureichend, da z.B. das Feld bei der Dreifelderwirtschaft nur jedes 8., 10. oder 12. Jahr gedüngt wurde, aber etwas häufiger, wo jährliche Bestellung war.

Um Dung aufs Feld zu schaffen, bediente man sich entweder eines Dungschlittens, oder eines Dungkastens, von denen einer auf jede Seite des Packsattels eines Pferdes gehängt wurde. Den Boden dieser Dungkasten konnte man öffnen, so dass der Dung aus ihm heraus aufs Feld fallen konnte, wo er mittels einer Mistgabel ausgebreitet wurde. Um den übers Feld ausgebreiteten Mist noch besser zu zerstreuen und zu zerquetschen, brauchte man häufig ein Bündel von zusammengebundenen dürren Zweigen, das über die Felder geschleppt wurde.

Kuhlen

Außer der jährlichen Düngung mit Mist kannten die niederrheinischen Germanen schon ein eingreifenderes, dem Kuhlen der Marschbauern ähnliches Verfahren der Bodenverbesserung, wobei die Erde in einer Tiefe von über drei Fuß unter der Oberfläche ausgegraben und damit der Acker einen Fuß hoch bedeckt wurde, eine mühevolle Art der Düngung, die etwa zehn Jahre lang vorhielt.

Mergeln

Ob das Kuhlen oder vielleicht das Mergeln, das in Gallien schon in vorrömischer Zeit von den Kelten gepflegt wurde, und das bis in die fränkische Zeit hinein üblich blieb, bei den germanischen Völkern auch im weiteren Mittelalter angewandt wurde, bleibt unklar. Plinius jedenfalls berichtete bereits in seiner Naturalis Historia (17, 47) von den Ubiern, dass sie eine tief eingreifende künstliche Bodendüngung nach Art des Mergelns praktizierten.

Unterbringen

Das Umbrechen des Ackers und Unterbringen des Düngers geschah normalerweise mit dem Pflug, von dem mindestens zwei Arten in Gebrauch waren : der leichtere Hakenpflug, namentlich auf steinigem und wurzelreichem Boden verwandt, und der schwerere Pflug mit Rädergestell und breiter, das Erdreich nicht bloß aufreißender, sondern zugleich wendender Schar, der nur auf altem Kulturboden brauchbar ist. Über beider Formen und Namen siehe "Pflug".

Quellen

Einzelnachweise

  1. Pflanzen der Pfahlbauten. Heer. Separatabdruck aus d, Neujahrsblatt d. Naturforsch. Ges. auf d. J. 1866. Zürich 1865.

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