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De observatione ciborum ad Theodoricum regem Francorum epistula, meist De observatione ciborum (de obs. cib) abgekürzt, ist das bekannteste Werk des griechischen Arztes Anthimus, der um 500 nach Chr. lebte. Hierbei handelt es sich um einen Brief an Theudoricus, den König der Franken, worin er das Thema gesunde Ernährung behandelt.

Kurzbeschreibung

Anthimus' Werk "De observatione ciborum" ist eine wichtige Quelle für die Ernährungsgewohneiten in der Völkerwanderungszeit. Der Brief wurde im "Lorscher Arzneibuch" (Msc.Med.1) unter der Überschrift "Incipit Epistula Antimi Viri Inlustri Ad Theudoricum Regem Franchorum" (d.h. "Brief des erlauchten Anthimus an Theudoricus, den König der Franken"; Folio 72r-74v) aus dem 8. Jh. überliefert.

Adressat

Es ist nicht völlig geklärt, an wen genau der Brief gerichtet ist, denn für "Theudoricum Regem Franchorum" (Theodoricus bzw. Theuderich, König der Franken) kommen in Frage:

  • König Theoderich der Große (451/56-526) aufgrund seines lateinischen Namens Flavius Theodericus Rex, für den Anthimus auch tätig war, der jedoch den Ostgoten angehörte.
  • Auch der (tatsächlich) fränkische König Theuderich I. (vor 484-533) ist möglich, Sohn des Merowingerkönigs Chlodwig I.. Jedoch ist zwischen ihm und Anthimus keine Beziehung erwiesen.
  • Weiterhin arbeitete Anthimus auch für Theoderich Strabo († 481), der zwar oströmischer Heermeister war, und auch von Ostgoten zum König (rex) ausgerufen wurde, jedoch nicht zu den fränkischen Königen gehört.

Inhalt

Der Autor beginnt seinen Brief mit den Worten:

"Welche Grundsätze Ew. Hoheit beachten sollen habe ich - so gut ich konnte - mich bemüht zu Eurem Nutzen allgemein darzustellen, indem ich den Vorschriften der ärztlichen Fachleute folgte. Die Gesundheit der Menschen beruht in erster Linie auf der Verträglichkeit der Speisen; das heißt, wenn man sie richtig zubereitet, werden sie gut im Körper verteilt. Werden sie aber nicht richtig gesotten, beschweren sie Magen und Unterleib; auch erzeugen sie dann unverdaute Säfte und verursachen Magengeschwüre und schweres Aufstoßen."
"Daher steigt auch der Dunst in den Kopf, es treten gewöhnlich schwere Schwindelanfälle auf oder es wird einem schwarz vor den Augen. Auch entstehen gerade wegen dieser mangelhaften Verdauung schwere Störungen im Unterleib oder zumindest Erbrechen durch den Mund herauf, wenn der Magen die rohen Speisen nicht verdauen kann. Sind die Speisen hingegen richtig zubereitet, erfolgt ihre Verteilung gut und angenehm und die guten Säfte werden dadurch vermehrt; hierauf beruht nämlich vor allem die Gesundheit. Wer in dieser Weise auf sich achtet, braucht sonst kein Heilmittel."

Stichwörter

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Quellen

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