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Die Donau ist der zweitgrößte und zweitlängste Fluss in Europa. Die Donau führt ihren Namen ab der Vereinigung zweier Quellflüsse, der Brigach und der größeren Breg, die beide im mittleren Schwarzwald entspringen, und mündet über das ausgedehnte Donaudelta ins Schwarze Meer. [1]

Beschreibung

Die Donau hatte schon früh große Bedeutung für das Siedlungswesen und als Wasserweg für den Handelsverkehr und die Binnenschiffahrt.

Bereits im 7. Jh. v. Chr. segelten Griechen, die vom Schwarzen Meer her über die Stadt Tomis, das heutige Constanța, kamen, flussaufwärts. Ihre Erkundungsreise endete allerdings am Eisernen Tor, einer felsigen Kataraktstrecke voller Untiefen, deren gefährlicher Verlauf den griechischen Schiffen die Weiterreise unmöglich machte.

Unter den Römern bildete die Donau fast von der Quelle bis zur Mündung die Grenze zu den Völkern im Norden (Donaulimes) und war zugleich Route für Truppentransporte sowie für die Versorgung der stromabwärts gelegenen Siedlungen. Im 9. Jh. war die Donau Wanderweg für die osteuropäischen Magyaren, die donauaufwärts bis in das heutige Ungarn vordrangen und dort gemeinsam mit der slawischen Vorbevölkerung in den kommenden 150 bis 200 Jahren die heutige ungarische Nation begründeten. [1]

Namensherkunft

Ihren Namen hat die Donau von der keltischen Göttin Dana bzw. Danu, die Anführerin und Mutter des Göttergeschlechts der Tuatha De Danann. [2]

Handelswesen

Bereits im Handelswesen der Bronzezeit bestanden Verkehrsbeziehungen in die Donauländer den Neckar und den Main aufwärts. In den österreichischen Donauländern reicht die Ausbeutung der Kupferlager auf der Mitterbergalp im Salzkammergut u. a. Stellen an, bis in die neolithische Periode zurück. Seit der Hallstattzeit (C/D) / Ältere Eisenzeit (800-450 v. Chr.) und bis auf die römische Herrschaft war dieses Gebiet durch seinen Salz- und Erzbergbau ein Schauplatz regsamen Verkehrs. [3]

Im Handelswesen des Frühmittelalters (568 - ca. 10./11. Jh.) tritt dann der Salzhandel an der Donau hervor [4], als König Arnolf von Kärnten die Wiederherstellung des alten Friedens mit den Bulgaren forderte und den Verkauft von Salz wünschte. Die Raffelstätter Zollordnung unterhalb Linz und der Traunmündung (zwischen 903 und 905) [5] gewährt ein anschauliches Bild des Donauverkehrs am Ende der Karolingerzeit.

Sie nennt fremde und einheimische Kaufleute, die hier im Grenzgebiet oder auch weiter in das Fremdland, nach Mähren, hinein verkehrten und das Grenzland passierten: Bayern, Böhmen und Rugier [6], Juden und Kaufleute aus anderen Ländern. An einer Donaustrecke von nicht viel mehr als 100 km Länge gab es alleine vier Zoll- und Marktorte.

Vom Ende der Karolingerzeit (Anfang 10. Jh.) liegen aus der durch die Ungarneinfälle verwüsteten Ostmark an der Donau keine Nachrichten über den Handel vor. Erst gegen Ende der sächsischen Zeit begann sich der Handelsverkehr nach Ungarn wieder zu beleben und die Donau wurde wieder ein wichtiger Faktor im Handelswesen des Hochmittelalters des Heiligen Römischen Reiches. [7]

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Wikipedia: Donau
  2. Ansha - Die magische Welt der Kelten, Ludwig, 1900.
  3. Hoops, RdgA. aaO. Bd. II, Bd. II, S. 373 ff. (Art. Handel)
  4. vgl. Annales Fuldenses. cont. Ratisb. z. J. 892
  5. Cap. II n. 253, Mühlbacher 2 n. 2015 a
  6. "Rugi" meist als Russen erklärt, obwohl der Name Rhos im fränkischen Reich bekannt war von Vancsa als Mährer
  7. Hoops, RdgA. aaO. Bd. II, S. 405 ff. (Art. Handel, § 70.)

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