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Der Dupsing (auch Dusing, Duchsing, Dupfing und Teusinke genannt) ist ein spätmittelalterlicher Gürtel, mit dem das Obergewand, der Tappert, zusammengehalten wurde. Den Dupsing trug man vor allem in der zweiten Hälfte des 14. und im 15. Jh. [1]

Beschreibung

Von der Zeit um 1340 an wurde von Adligen ein breiter Gürtel an den Lenden getragen, der gewissermaßen als Würdenzeichen eines ritterlichen Stammes anzusehen war, und der im Deutschen "Dupsing“ genannt wurde. Daran hing ein Dolch oder eine Tasche. [2] Häufig war er mit Schellen und Glöckchen besetzte und fiel bis auf die Schenkel herab.

Fast einhundert Jahre lang (1320-1420) trugen die Ritter den Dolch, auch wohl dabei das Schwert, an dem Hüftengurt bzw. dem Hüftenwehrgehenk, das altd. Dupsing genannt wurde, lat. balteus, boudrier de hanche), was auch bereits bei den Römern stattgefunden hatte. Eines dieser sehr seltenen Stücke befindet sich im Bayerischen Nationalmuseum zu München [3].

Daneben hieß Dupseng im Altdeutschen gegen Ende des 14. Jhs. auch der Frauengürtel [4].

Galerie

Quellen

  1. Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 5 (Zeno.Org). Leipzig 1906, S. 312.
  2. Handbuch der Waffenkunde: Das Waffenwesen in seiner historischen Entwicklung (Internet Archive). Wendelin Boeheim. Leipzig, E.A. Seemann : 1890
  3. Bayerisches Nationalmuseum, München (Objektdatenbank)
  4. Limburger Chronik von 1389. Tr. 1, 212