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Die Eibe (Taxus) wurde bei den Kelten "Idho" genannt und entsprach dem Buchstaben "I" des Ogam Alphabets.

Wirtschaftliche Bedeutung

Das elastischen Holz der Eibe eignet sich gut für den Bau von Langbögen und Pfeilen. Bereits in den Pfahlbauten von Robenhausen (Schweiz) wurden Eibenbogen gefunden. [1]

Besonders in Frankreich war im Hochmittelalter das Holz des Eibenbaumes für die Herstellung von Bogen am meisten beliebt und diente auch zur Anfertigung der Armbrüste. So verpflichtete eine Verfügung König Karl VII. von Frankreich (1422-1461) sogar zur Anpflanzung von Eibenbäumen auf den Begräbnisplätzen der Normandie, damit es nicht an Holz zur Anfertigung der Armbrust fehle, welche damals in Frankreich in großer Gunst stand.

Im Heiligen Römischen Reich erschien am 22. Januar 1536 ein Erlass der „Commissio Dioi Regis in Consilio Cammere” zu Wien, welcher das Schlagen und Handeln des Eibenholzes beschränkte. Berühmte Eibenbogenhändler der ersten Hälfte des 16. Jhs. waren die beiden Nürnberger Christoph Furer (1479-1537) und Leonhard Srockhamer, († 1550). [2]

Mythologische Bedeutungen

Den Opfern eines Kampfes pflanzte man früher Eiben um die Grabfelder. Allerdings steht der Baum, wie fast alle immergrünen Gewächse, auch für Unsterblichkeit.

Bedeutung bei den Kelten

Aus den Beeren der Eibe und noch einigen anderen unfreundlichen Zutaten stellten die irischen Kelten ein Gift her, mit dem sie ihre Waffen bestrichen. Die Druiden verwendeten für ihre Zauberstäbe Eibenholz, in das sie in Ogam-Schrift rituelle Worte einritzten.

Eibe Borke I CIMG1140

Eibenborke

  • Rätselvers: Die Gaben verschenkende Eibe stand finster am Rand der Schlacht.
  • Zeit: Wintersonnenwende
  • Vogel: Junger Adler
  • Farbe: Sehr weiß
  • Schlüsselbegriffe: Tod, Unsterblichkeit, Ewigkeit
  • Person: Ein strenger Richter
  • Qualität: Gerechtigkeit

Quellen

Einzelnachweise

  1. Museum zu Zürich
  2. Die Kriegswaffen in ihren geschichtlichen Entwickelungen von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart (Internet Archive). Augustec Demmin. Leipzig : P. Friesehahn, 1893. S. 883.

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