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Die Kunst der Email- bzw. Emaillearbeiten stammt aus dem Orient, und die Germanen lernten sie erst durch die klassischen Völker kennen. Von den verschiedenen Emaillekunstarten kamen in Mitteleuropa meist nur die Inkrustationsmethoden auf Schmuckgegenständen zur Anwendung.

Geschichtliches

Während der Latènezeit lernten die Kelten und von diesen die Germanen die Grubenschmelztechnik (émail champlevé): die konischen oder rinnenförmigen Vertiefungen in den Metallen, meistens Bronze, wurden mit der roten Schmelzmasse (Glasfluß) ausgefüllt. Man findet dieses Blutemail meistens auf Beschlagknöpfen und Fibeln (siehe Tafeln zu 'Fibel').

Der Grubenschmelz setzte sich bis in die nachrömische Eisenzeit fort, doch wurde er in dem 5. Jhd. allmählich von der Zellentechnik (émail cloisonné) verdrängt. Die zur Verzierung bezweckte Fläche wurde durch vertikale Lamellen aus Gold oder Bronze in verschiedene Muster eingeteilt, und die Zwischenräume wurden mit Schmelz, Almandinen oder Glas gefüllt. Diese Verzierungsart war vom 5. bis ins 7. Jhd. ungemein häufig und findet sich auf Fibeln, Schnallen, Nadeln, Ringen, Knöpfen, Schwertern usw. Für Emailleperlen: s. Perlen.

Quellen

  • B. Bucher. Geschichte der technischen Künste; Bd. I: Email. Stuttgard, 1875.
  • Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, 4 Bände (1. Aufl.). Johannes Hoops. K. J. Trübner, Straßburg 1911-1919. Bd. I, S. 536 f.

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