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Das Ertränken war neben dem Versenken in den Sumpf in der germanischen und der folgenden Periode keine selbständige Strafe. Dagegen kennt schon Tacitus das Werfen in den (Opfer-) Sumpf, dessen Opfer später als „Moorleichen" aufgefunden wurden.

Beschreibung

Ertränken war eine Strafe für Frauen und sich weibisch betragende Männer. Das Ersticken im Schlamm hatte ein Seitenstück im Lebendigbegraben (altschwedisch. i iorþ grawae), einer ebenfalls bei Frauen angewandten Strafe. Mit dem Lebendigbegraben verband man häufig das später zur selbständigen Strafe gewordene Pfählen, das ursprünglich ebenso wie das Überdecken des Leichnams mit Dornen nur den Zweck hatte, die Wiederkehr des Toten zu verhindern.

Quellen

  • Über die Strafe des Pfählens im älteren deutschen Recht in der Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abt. Brunner. Weimar 1880. S. 39, 258 ff.
  • Moorleichen in der Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abt. Pappenheim. Weimar 1880. S. 35, 354.

Einzelnachweise

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