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Als Fasten bezeichnet man die Enthaltung aller oder bestimmter Nahrungsmittel zu gewissen Zeiten. Das kann z.B. aus religiösen oder gesundheitlichen Gründen geschehen. Die Speisen und Getränke, deren man sich dabei enthalten musste, waren Fleisch, Käse, fetter Fisch, Wein, Met, Bier.

Beschreibung

Das Wort "Fasten" kommt vom althochdt. fasta, fastēn, vgl. auch gotisch fastubni, fastan „(fest)halten, beobachten, bewachen“. Damit ist ursprünglich das "(an den Geboten der Enthaltsamkeit) festhalten" bzw. "Festhalten an dem vorgeschriebenen Ritus" gemeint. [1] In der heutigen Zeit erfreut sich das sogenannte Heilfasten zur Entgiftung des Körpers und Gewichtsreduktion einer steigenden Popularität. [2]

Fasten im europäischen Mittelalter

Die Tradition des Fastens kam erst durch das Christentum aus dem jüdischen Ritus zu den germanischen Völkern. Man unterschied ordentliche und außerordentliche Fasten. Jene waren an bestimmte Tage in der Woche oder an bestimmte Zeiten im Jahre geknüpft.

Als Fasttag galt auf germanischem Gebiet der Freitag, wie er es noch jetzt in der katholischen Kirche ist. Hierzu kamen noch die Quatemberfasten, die auf je einen Tag im März, Juni, September und Dezember fielen, und zwar meist auf den ersten Mittwoch. An diesen Tagen pflegten auch die Leistungen festgesetzt zu werden, die die Dienstleute während des Quartals ihren Herren zu verrichten hatten. Daher hießen sie Fronfasten.

Quadragesimalfasten

Die frühsten Jahresfasten sind die Quadragesimalfasten, die ursprünglich 40 Tage vor Ostern fielen und mit dem Sonntag Invocavit begannen. Da aber die Sonntage ausgeschlossen waren, so wurde der Anfang zurück auf den vorhergehenden Mittwoch, den Aschermittwoch, verlegt, mehrfach sogar auf den Sonntag Quinquagesimä. In dieser Zeit war nach den angelsächsischen Gesetzen Eid und Gottesurteil verboten [3] und ebenso allgemein Hochzeiten und Führung von Prozessen.

In Anlehnung an diese Fastenzeit vor Ostern, die sog. langen Fasten, entstand zeitig anfangs eine gleich lange, später aber eine kürzere, meist dreiwöchentliche Fastenzeit vor Weihnachten, dann vor Pfingsten oder Johannis, dann auch, besonders in England und Skandinavien, vor Michaelis. An diese knüpften sich, wahrscheinlich unter dem Einflüsse der englischen Kirchenordnung, in Skandinavien die weniger strengen isl.-norw. gagnfostur, die schwedisch. genfastaer, die jenen vorangingen und ursprünglich als Vorbereitungen auf gewisse höhere Feste gehalten wurden. Als dann die Fastenzeiten nach kirchlichen Satzungen geregelt wurden, wurden diese gagnfostur als Vorfasten von besonders frommen Leuten privat gehalten

Variable Fasttage

Neben den festgelegten Fastenzeiten, die zeitlich und örtlich vielfachen Schwankungen unterliegen, pflegte die Kirche bei besonderen Veranlassungen Fasttage vorzuschreiben. Auch vor Vollziehung heiliger Handlungen, besonders der Sakramente, bestanden den Fastensatzungen ähnliche Vorschriften.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Wikipedia: Fasten
  2. Heilfasten
  3. Aedhelr. Ges. V, § 18; Knuts I § 17

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