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Als Ferto, bzw. Vierdung, Viertinc wurde im Mittelalter der vierte Teil eines Maßes oder Gewichts bezeichnet.

Münzwesen

Im Geldverkehr soweit dieser durch Hingabe von Barren nach dem Gewicht stattfand, bedeutet ferto meist 1/4 Gewichtspfund, seltener 1/4 Gewichtsmark Edelmetall. Die Schwere dieses Vierdungs wechselte natürlich mit der Schwere des bedungenen Pfund- oder Markgewichts.

Auch eine Anzahl Pfennige, die dem Viertel eines Zählpfundes oder einer Zählmark entsprach, wurde als ferto bezeichnet. Das Zählpfund wurde überall zu 240 Pfennig gerechnet, der Vierdung eines Zählpfundes war daher immer = 60 Pfennig. Die Zählmark hingegen war nach den Gegenden verschieden, sie betrug z. B. im Oldenburgischen Raum 120, im niederrheinisch-westfälischen Handelsverkehr 144, in Kärnten, Friaul, Ungarn und Kroatien 160 Pfennige. Daher wurde der ferto je nachdem zu 30, 36 oder 40 gerechnet. [1]

Quellen

Einzelnachweise

  1. Allgemeine Münzkunde und Geldgeschichte des Mittelalters und der neuren Zeit. Arnold Luschin von Ebengreuth. Hrsg. R. Oldenbourg, 1904. S. 113, 140, 155.

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