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Fibeln und Perlen der Wikinger

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Perlen, Perlen, Perlen…..das war wohl etwas so Schönes für die Wikinger, dass sie diese in allen erdenklichen Farben herstellten, sie in verschiedene Formen brachten und so fantasievoll waren, dass sie kleine Kunstwerke erschafften. Mosaikperlen mit Blumenmustern waren nicht selten und einige erfanden neue Techniken der Perlenherstellung, die nur ganz regional angewendet wurden und die Perle bei Funden damit als selten galt.

Perlen waren übrignes ein teures Luxusgut wenn man bedenkt was ein Reisender aus Arabien zu berichten hatte:
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Museum Haithabu, Perlen und Münzen

Ibn Fadlan berichtete, das eine grüne Glasperle 1 Dirhem kostete, das entsprach ca. 3g Silber wofür man eine Messerklinge oder 5 kg Getreide kaufen konnte. Aber dieses Beispiel soll nur verdeutlichen, das Perlen zwar einen wertvollen Besitz darstellen aber nicht umbegingt als Zahlungsmittel benutzt wurden.
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Perlen Museum Haithabu


Einen "Geldbeutel" mit 600 blauen Perlen und Münzen fand man im Hafenbecken von Haithabu (Ausstellung und Beschreibung im Museum "Haithabu"). Es wird angenommen, das diese Perlen vielleicht für Felle in Ost-und Nordeuropa als Zahlungsmittel verwendet wurden. [1]

Um Glas herzu
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Beschreibung der Perlenherstellung

stellen zu können, müssen nicht nur das komplizierte Herstellungsverfahren, sondern auch die schwierige Chemie der Zuschlagstoffe für die Schmelze beherrscht werden. Glasmacher sind heute wie damlas Spezialisten. Die Glasproduktion wurde nach dem Niedregang des römischen Reiches erst zu Beginn des Hochmittelalters im Raum nördlich der Alpen wieder städtisches Handwerk. Viele Fundumstände (z.B. aus Haithabu) deuten darauf hin, daß man importiertes Rohglas
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Fibelkette Wikinger

bzw, Glasbruch verarbeitet hat. Gefundene Perlen vermitteln einen Eindruck von der virtuosen Beherrschung vielfältiger Verarbeitungstechniken.
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Perlen Museum Haithabu

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Filigranarbeiten aus Gold

Die aufwendig gearbeiteten Perlen wurden meist von den Frauen zwischen zwei Schalenspangen/Schildkrötfibel getragen. Schalenfibeln, Anhänger und Spangen konnten dabei aus unteschiedlichen Material sein und die Aufwendigkeit der Verziehungen von einander abweichen.

Einige der Schmuckstücke waren lediglich Bronzegüsse, sie dürften zwar von wohlhabenderen Frauen getragen worden sein , jedoch nicht von der gesellschaftlichen Führungsschicht. Die Führingschichten besaßen meist aufwendig, mit Filigrandraht verzierte Schmückstücke, die beispielsweise im Fürstinnengrab in Haithabu entdeckt wurden.
Schalenfibeln Bild - 123.jpg

Bronzegüsse Schalenfibeln

Die Filigranarbeit ist sehr aufwendig, einzelne flache oder zwei bis drei Drähte werden dabei zusammengedreht (verzwirnt). Die Drähte wurden zu Mustern gebogen und aufgelötet, manchmal aber auch freistehend ohne Unterlage zu durchbrochenen Flächern gefügt. Solche verzierten Schmuckstüche gehörten zu den größten Kostbarkeiten, die nur für die fürstlichen Oberschichten bestimmt waren. Diese Schmückstücke wurden gerne kopiert, in dem man mit Filigranarbeit imitierenden Mustern goss.

Die Kleeblattfibel war eine einzelne oder als sogenannte Drittspange getrangende Fibel der Frauentracht. Damit verschoss man beispielsweise einen Umhang oder sie wurde als reines Schmuckstück getragen. Kleeblattfilbeln erschienen am Beginn der Wikingerzeit als fränkische Schwertgurtbeschläge, waren also ursprünglich Teil der männlichen Bewaffung.
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Kleeblattfibeln

Außerdem zählten zu den getragenen Schmuckstücken Ringe, Armreifen und sogar Ohrringe. Die Aufwedigkeit der Verarbeitung und des Materials war dabei wieder von Rang und Stand in der Gesellschaft abhänig. Eine Besonderheit der Fibeln stellen beispielsweise die Form der Gothlandfilbel da, die sogenannte Dosenfibel. Die Regionale Abbhänigkeit von "Modetrends" war eine Besonderheit.

Scheibenfibeln entstanden aus karolingisch-ottonischen Vorbildern. Es gab große, runde Scheibenfibeln aus Gold oder Silber mit aufwendigen Verziehrungen in Filigran und Granulationstechnik. Speziell in Haithabu hat man viele dieser Fiblen aus einer Zinn-Blei-Legierung gefunden. Die meisten dieser Stücke stammen aus der Zeit zwischen 850 und 900 n. Chr. Fibeln aus solch preiswerten Matreial waren wohl eher "Massenware" und ein tägliches Gebrauchstück für die weniger reiche, aber doch nicht mittellose Bevölkerungsschichten.
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Scheibenfibeln


Einen Teil einer Fibelkette konnten auch beispielsweise Bernstein und sogar Münzen ausmachen, ebenfaslls Anhänger aus Bonze, Silber und Gold. Wollte man Münzen, was am Beliebtesten war, als Hängeschmuck tragen, so durchborte man sie und versah sie mit einer Metalöse. Sollen sie als Fibeln getragen weden, befestigte man auf der Rückseite Nadelschuh und Nadelrast. Münzen als Schmuck waren so beliebt, daß man gleich
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Thorshammer Bernstein

Broschen in Münzenform goss.

Bernstein war nicht nur ein beliebtes Handelsgut sondern wurde gerne zu Schmuckstücken verarbeitet. Der besonderes beliebte Stein war Exportschlager bei den Wikingern und wurde in alle bekannten Teile der Welt gehandelt! Zahlreiche Schmuckstücke aber auch Würfel oder Spielfiguren wurden gefertigt und Berstein galt ganz besonderes beliebt als Schutzstein in Form von Amuletten und Thorsymbolen. Bernstein fand in Fibelketten als Perle seinen Platz oder wurde einfach durchbohrt und dem Gehänge zugefügt.

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Quellen

  • Haithabu:Schaufenster einer frühen Stadt und Handels und Gewerbezentrum der Wikingerzeit, Hildegrad Elsner
  1. Haithabu-ein Handels- und Gewerbezentrum der Wikingerzeit, Hildegard Elsner. S.20.

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