FANDOM


Zu den häufig verwendeten Gewürzen und Würzmitteln bei den Speisen des Mittelalters zählten Verjus, Wein und Essig. Diese gaben gemeinsam mit der weit verbreiteten Verwendung von Honig vielen Gerichten einen süß-säuerlichen Geschmack.

Beschreibung

Die Etymologie überliefert ein mnd. wortegarde, wortehof und mhd. wurz-, wurzegarte, was einen Gewürz- und Arzneikräutergarten zu bezeichnen scheint.

Römerzeit

Während der römischen Eisenzeit (0-200 n.Chr.) wurde die Zahl der bekannten Gewürze in Mitteleuropa durch den Einfluss der Römer wesentlich vermehrt. So sind z.B. Gewürze wie Fenchel, Kümmel, Petersilie, Kerbel, Salbei und Koriander sind in Deutschland römischen Ursprungs.

Völkerwanderungszeit

Während vor der Völkerwanderungszeit Gewürz nur mäßig angewendet wurde, und man außer Salz und Lauch nur wenige Würze kannte, trat ab dem 5. Jh. eine große Anzahl von Gewürzkräutern auf, die entweder in den Gärten angebaut wurden, wie Petersilie, Salbei, Polei, Kümmel, Minze, Knobel, Anis, Sellerie, Senf, Zwiebel, Fenchel, Dill, Koriander, Meerrettich u. a. Andere Gewürzebezog man auf den Handelswegen getrocknet, wie z.B. Pfeffer, Ingwer, Zimt, Nelken, Mandeln, Muskat und Saffran.

Mittelalter

Mit fortschreitender Zeit nahm das Würzen der Speisen das ganze Mittelalter hindurch immer mehr überhand. Pfeffer, Muskatnuss, Safran und andere importierte Gewürze wurden in geringen Mengen gehandelt und überwiegend in wohlhabenden Haushalten eingesetzt.

Quellen

Einzelnachweise