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Haarbänder zum Einflechten und Einbinden ins Haar tauchen vor allem im Spätmittelalter auf. Sie wurden in und um das gekämmte und sorgfältig feingescheitelte Haar gebunden und dienten zur Befestigung und Erhaltung der Frisur. Oft waren es kostbare Borten oder auch kronenartige Metallstreifen oder -reife.

Geschichtliches

Die erste Verwendung von Haarbändern war schon früh allgemein verbreitet und geht weit in der Zeit zurück. Im europäischen Raum läßt sich das z.B. aus den althochdeutschen Wörtern untirbant, untirbenti, untirgibenti oder scregibant (Schränkband) erkennen. Das geschah zum Einflechten in die Zöpfe und zum Befestigen der Haarflechten, um ihre Verwirrung bei der Arbeit, beim Tanze usw. zu verhindern. Die Bezeichungen fahs-snōrin, fahs-retta, vahswinta, hārsnuor, scheitelsnuor, hārscaide usw. zeigen in ihrer Fülle die allgemeine Anwendung eines schmalen Haarbandes, das mit dem Haar zusammengedreht (ridan, ridila, giridilōta, ridilōta) und gewunden wurde. Als Schmuck diente mehr das breite Band oder die Borte, die erst später allgemein in Gebrauch kam.

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Quellen

  • Die deutschen Frauen in dem Mittelalter. Ein Beitrag zu den Hausalterthümern der Germanen. Von Karl Weinhold. Wien 1851. Band 2, S. 295.
  • Fünf Bücher deutscher Hausaltertümer von den ältesten geschichtlichen Zeiten bis zum 16. Jahrhundert. Moriz Heyne (1899). 3 Bände. Leipzig 1899 — 1903. Band 3, S. 84.
  • Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Band 2. Von Johannes Hoops, 1918—1919. S. 343.

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