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Hålogaland bzw. Hálogaland (heute Helgeland) ist eine historische Landschaft im Norden Norwegens, die an die Finnmark angrenzte und im Mittelalter das gesamte Territorium nördlich von Trøndelag umfasste. Hålogaland war vor der Christianisierung Norwegens ein selbständiges Königreich. [1]

Beschreibung

Die Bewohner Hålogalands waren die Haleygir, ein norwegischer Volksstamm der Nordgermanen. Sie waren der nördlichste germanische Stamm. [2]

Handelswesen

→ Hauptartikel: Norwegischer Handel

Hálogaland war bis zur Mitte des 11. Jh. ein Mittelpunkt des Pelzhandels in Norwegen (s.a. Norwegischer Handel). Der hier lebende Kaufmann Óttar (Óhthere) hatte in der zweiten Hälfte des 9. Jhs. den Weg zum Weißen Meer gefunden, wo die an Pelzwaren reichen Biarmer wohnten [3].

Seefahrten zum Weißen Meer, sowie der Handel mit den Finnen und die Abgaben, die diese zu entrichten hatten, brachten den Einwohnern des nördlichen Norwegens große Reichtümer. Der Walfisch- und Walrossfang, um deren willen Ottar seine Fahrt unternahm, hatten ebenfalls schon früh eine nicht unerhebliche Bedeutung.

Sowohl der gedörrte Fisch (anord. skreið) wie Pelzwaren und Walrosszähne wurden seit 900 nach Westeuropa ausgeführt. Aus Hálogaland gebürtige wirkliche Kaufleute werden am Ende des 10. Jhs. erwähnt. [4]

Quellen

  1. Wikipedia: Helgeland
  2. Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, 4 Bände (1. Aufl.). Johannes Hoops. K. J. Trübner, Straßburg 1911-1919. Bd. III, S. 343 f. (Art. Norweger, § 11.)
  3. vgl. Aelfreds Orosius, hrsg. v. Sweet I, 19
  4. Hoops, RdgA. aaO. Bd. II, S. 424 ff. (Art. Nordischer Handel; § 18.)

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