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Als Handelspelz (vararfeldr) bezeichnete man ein nicht zugeschnittenes Schafsfell, der noch im Frühmittelalter neben seiner Funktion als Umhang, ebenso als Bezahlungsmittel und Handelsware gebraucht wurde.

Beschreibung

Einen Schafspelz mit Wollzotten, die sich in gleichen Reihen quer über den Pelz legten, nannte man Zottenpelz (röggvarfeldr), und er war um so teurer, je mehr Reihen Wollzotten er hatte. Ein gewöhnlicher Handelspelz mußte auf Island 1,80 m lang und 90 cm breit sein, mit 13 Reihen Wollzotten quer darüber.

Oft war jedoch der Pelz doppelt, indem er aus einem Überzug und einem Futter bestand, die teils beide aus Pelzwerk waren, während im Allgemeinen der Überzug, und teils auch der ganze Pelz, aus Lodenzeug, grobem Fries oder anderem Wollstoff, vereinzelt auch aus Scharlach, war. Es werden solche Handelspelze in weißer, schwarzer, grauer (gráfeldr), blauer (bláfeldr) und roter Farbe (raudfeldr) erwähnt. Zuweilen hatte der Überzug eine, das Futter eine andere Farbe, z.B. schwarz auf der einen Seite, weiß auf der anderen.

Quellen

Einzelnachweise

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