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Die Hofstelle oder Hofstatt (ahd. hovastat, mhd. hofstat, lat. curtis) ist der vom Ackerland abgetrennt liegende Bauernhof, bzw. bei dorfweiser Ansiedlung der im Dorf liegende Grund und Boden, auf dem das Haus (ahd. sala) steht und der mit ihm oft seit langem vererbt wurde.

Beschreibung

Neben dem Wohnhaus befinden sich oft noch weitere Gebäude auf der Hofstelle, wie z. B. Ställe, Getreideschuppen und Scheunen, Badehaus, und wohl auch die Eigenkirche. Dicht beim Haus wurde ebenso unter einem auf vier Pfähle gestellten Dach Stroh aufbewahrt.

In Dänemark hingen mit der Hofstatt (adän. toft) auch die Gärten zusammen, die aber eigens gezäunt waren, so die Obstgärten, Kohlgärten und Bienengärten. Hinter der Hofstatt lag die sog. adän. herætoft, wahrscheinlich die Flachsbleiche. Die Hofstätte ist in aller Regel abgegrenzt gegenüber Straße, Acker und Nachbarn durch einen Zaun (ahd. bizúni) oder eine Mauer (s. a. Zaunpflicht).

Größe

Die Größe der Hofstellen war ursprünglich nicht überall gleich; jedoch hatte die Hofstatt (anord. tompt) in Schweden eine gesetzliche Größe (daher laghatompt), nämlich in Westgötaland 20 Ellen Länge und 10 Ellen Breite und Viereckform. Doch konnten Teilungen sowohl jene vermindern wie diese verändern, und in diesem Falle konnte dann die alte Hofstatt als Haupthofstatt (adän. hovoethtoft) bezeichnet, auch als gamle toft ('alte Hofstatt) der neuen (sworoen toft) gegenübergestellt werden.

Gleichheit ergab sich auch da, wo Dörfer planmäßig angelegt oder umgelegt wurden. Solche Anlagen sind vor allem aus Skandinavien bekannt, am häufigsten aus Schweden. Dort liegt das Dorf häufig zunächst, auf der Grundlage der ersten Ansiedlung, in "Fels und alter Teilun"g, in "Felsteilung", d. h. so wie die Bodenbeschaffenheit die Anlage veranlaßt hatte. Es kann aber in gesetzliche Lage gelegt werden durch künstliche Teilung Sonnenteilung oder schw. sólskipt (s. Sólskipt).

Dann wurde das Dorf in einem Parallelogramm angelegt, meist durch eine oder zwei Gassen zunächst in zwei oder vier Teile und dann weiterhin gleichmäßig in Hofstätten zerlegt. Ebenso waren die dänischen Hofstätten in der Regel gleich groß. Sie lagen bei gleichmäßiger Anlage des Dorfes in Schweden mit der Front an der Gasse, mit der Rückseite gegen das Ackerland. In Dänemark lagen sie um die Forta.

Quellen

Einzelnachweise

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