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Als Holzgraf bezeichnete man im Mittelalter den Vorsteher der Markgenossenschaft. Er hatte die Aufsicht über den Verbund der Markgenossen und übte, entweder allein oder mit Zuziehung von Beisitzern, im Markgericht (Märkerding) ein Richteramt aus. Außerdem genoß er hinsichtlich der Benutzung der Mark gewisse Vorrechte.

Beschreibung

Der Holzgraf wurde von den Teilnehmern einer Holzmark als oberster Richter und Vorsitzer in den Markversammlungen gewählt. Diese Holzgrafen verfügten in den Holzgerichten über Kultur und Benutzung nach hergebrachten Markrechten und leiteten bzw. verwalteten die gemeinsamen Verhandlungen und Interessen. [1] [2]

Es gab sie besonders in Westfahlen und Niedersachsen, wo es in einigen Holzmarken auch Ober- und Unterholzgrafen gab. Der Holzgraf war ebenso Grundherr über eine Holzmark, so fern er zugleich diese Gerichtbarkeit innehatte. In anderen Gegenden wurde er Forstgraf oder Waldgraf genannt. [3]

Quellen

Einzelnachweise

  1. Pierer's Universal-Lexikon, Band 8. Altenburg 1859, S. 501.
  2. Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1855, Band 3, S. 337.
  3. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1271-1272.

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