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Bischof Irenäus von Lyon (* um 135; † 202) zählt zu den bedeutendsten antiken Apologeten (älteren Kirchenvätern) der Patristik des 2. Jhs. Er wird als Heiliger verehrt und seine Schriften waren wegweisend in der frühen Entwicklung der christlichen Theologie.

Thesen

In seinem (in einer lateinischen Übersetzung erhaltenen) fünfbändigen Hauptwerk "Entlarvung und Widerlegung der sogenannten Erkenntnis" (Adversus haereses, "Gegen die Häresien") wendete sich Irenäus gegen den erstarkenden Gnostizismus und beschäftigt sich mit der Enthüllung und Widerlegung der falschen gnostischen Erkenntnis.

Er versuchte die kirchliche Lehre samt der durch die Bischöfe fortgesetzten apostolischen Tradition theoretisch zu begründen, und hielt an der Identität des Schöpfers und des Erlösers, des alttestamentlichen und des neutestamentlichen Gottes fest. [1]

Das Alte Testament galt ihm, um mit Paulus zu reden, nur als "Zuchtmeister" auf das Neue, die ganze Geschichte als göttlicher Erziehungsplan zum Heil des Menschen, der Zweck und Ziel der Schöpfung sei. Alles, auch die Natur, sei auf die Erlösung des Menschen angelegt, die durch Christus erfolge. Warum ward Gott Mensch? Damit wir Götter würden! Die Entscheidung des Einzelnen für oder gegen Gottes Gebot lag Irenäus zufolge übrigens in seinem freien Willen. Irenäus' Werk übte großen Einfluß auf die Kirchenväter des 3. Jhs.. In Nordafrika fanden seine Bestrebungen Fortsetzung durch Tertullian (150/160-220).

Quellen

Einzelnachweise

  1. Werke auf Deutsch aus der Bibliothek der Kirchenväter

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