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Die Kaltwasserkur ist ein Heilverfahren, das in griechisch-römischer (hellenistischer) Zeit und besonders in der Kaiserzeit Roms häufig angewendet wurde.

Allgemeines

Die Kaltwasserkur war vielfach der Mode unterworfen und als Heilfaktor wurde er ärztlich auch durchaus verschieden beurteilt. Auch bei den alten Germanen war sie bereits im Gebrauch, namentlich als Untertauchen in sehr kalten natürlichen (heiligen) Quellen. Ob das kalte Tauchbad der Neugebornen, von denen die Spätantike als Germanenbrauch berichtet, tatsächliche diese Grundlage hat, ist allerdings nicht bestimmt zu sagen.

Ob die Kaltwasserkur, die sich Bischof Otto von Bamberg gegen unerträglich kalte Füße selbst verordnete [1], aus der germanischen oder der lateinischen Tradition herzuleiten ist, bleibt gleichfalls fraglich, aber alte Volksüberlieferung ist wohl bestimmt bei der Gewaltkur eines kalten Vollbades von einstündiger Dauer mit schlechtem Ausgange anzunehmen, zu der eine Friesin gegen ihre kontrakten Glieder von den Frauen ihrer Umgebung beredet wurde [2].

Quellen

  • Deutsches Badewesen in vergangenen Tagen. Von Alfred Martin. Diederichs, Jena 1906 / Nachdruck: Diederichs, München 1989, ISBN 3-424-00959-8.
  • Fünf Bücher Deutscher Hausaltertümer. Von Heyne. 3 Bände. Leipzig 1899 — 1903. Band III, S. 202 .

Einzelnachweise

  1. Monumenta Germaniae historica. Abteilung Scriptores. Band XX, S. 767: Herbord Vit. Ott. Ep. Bab. III, 39
  2. Monumenta Germaniae historica. Abteilung Scriptores. Band II, S. 680.

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