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Als Kettenrüstung, Kettenpanzer oder Maschenpanzer (auch: Ringelpanzer, Ringbrünne oder Panzerhemd; lat. lorica hamata) bezeichnet man eine Rüstung, die aus zahlreichen – feuergeschweißten bzw. vernieteten – ineinander verflochtenen kleinen Metallringen besteht.

Beschreibung

Früheste Nachweise von Kettenhemden sind bisher aus dem 4. Jh. v. Chr. aus keltischen Gräbern bezeugt. Die vielen kleinen Bestandteile der Kettenrüstung absorbieren die meisten Schläge und Stöße durch Waffen wie beispielsweise das Schwert, und wurden im Hochmittelalter dadurch zur gängigsten Körperpanzerung.

Frühmittelalter

Mit dem Beginn der Wikingerzeit trat allmählich eine durchgreifende Umwandlung in der Ausrüstung auf und das Kettenhemd mit Halbärmeln, die bis zu den Ellenbogen gingen, wurde ein fester Bestandteil der Rüstung - für jene, die es sich leisten konnten. Es bestand aus feinen Eisenringen, die teils zusammengeschmiedet, teils genietet waren, in wechselnden Reihen und so zusammengekettet, dass jeder Ring immer in mindestens vier andere eingriff. Eines der gefundenen Kettenhemden zählte ca. 2000 solcher Ringe. [1]

Galerie

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Quellen

Wikipedia lexikon3e
Dieses Dokument basiert in seiner ersten oder einer späteren Version auf dem Artikel „Kettenrüstung“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 2. Apr. 2015‎ und steht unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Einzelnachweise

  1. Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Band 4. Johannes Hoops, 1918-1919. S. 343 ff. Art. Trachten, § 8.
  2. Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907. 6. Auflage 1905–1909 Art: Kostüm. Fig. 11 u. 12: Nach einer Miniatur in einem französischen Manuskript des 13. Jhs. (Pariser Nationalbibliothek)

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