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Die Kleeblattfibel war eine einzelne oder als sogenannte Drittspange getrangende Fibel in der Frauentracht der Wikingerzeit. Damit verschoss man beispielsweise einen Umhang oder sie wurde als reines Schmuckstück getragen. [1]

Beschreibung

Kleeblattfilbeln sind mit den Dreiecksfibeln verwandt und erschienen am Beginn der Wikingerzeit als fränkische Schwertgurtbeschläge. Sie waren also ursprünglich Teil der männlichen Bewaffung. In Nordeuropa erscheinen sie während der Wikingerzeit mit meistens mißverstandenen karolingischen Pflanzenmustern oder mit den grotesken Tierfiguren ausgestattet (Abb. 87). [2]

Die ersten Exemplare kleeblattförmiger Beschläge wurden als Riemenverteiler aus dem Reich der Karolinger nach Skandnavien importiert. Dort wurden die Schmuckstücke bald zu Fibeln umfunktioniert und im eigenen Schmuckstil verziert. Als charakteristischer Trachtbestandteil wurden sie in den meisten Fällen aus Bronze gegossen und bisweilen auch in Silber gefertigt.

Sie finden sich ausnahmlos in Frauengräbern und wurden meist direkt zwischen den Schalenfibeln getragen, z.B. um den Halsausschnitt der Tunika zu verschließen oder die Schürze vor der Brust zu fixieren. Viele dieser Fibeln besitzen zusätzlich eine Öse auf der Rückseite, in die Zierketten o.ä. eingehängt werden konnten. Zur Mitte des 10. Jahrhunderts hin verschwanden die Kleeblattfibeln aus dem archäologischen Fundbestand. [3]

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Quellen

  1. Corvus-Monedula: Fibeln und Perlen der Wikinger
  2. Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, 4 Bände (1. Aufl.). Johannes Hoops. K. J. Trübner, Straßburg 1911-1919. Bd. II, S. 38 f. (Art. Fibeln).
  3. Replik Shop: Kleeblattfibel, Bronze

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