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Der Mekkabalsam (Balsamum de Mecca, Opobalsamum verum) ist ein natürlicher Balsam, der teils aus den Blättern oder dem eingeschnittenen Stamm des Balsamodendron (Amyris) gileadensis (Balsam von Gilead) oder als Opobalsamum (der aus der angeritzten Rinde der Balsamstaude austretende Pflanzensaft) [1] ausschwitzt, teils durch Auskochen der Blätter oder Zweige gewonnen wird.

Beschreibung

Der Mekkabalsam aus Balsamodendron gileadensis ist eine aus dem Stamm fließende, hellgelbe, dünne Flüssigkeit, die im Geruch dem Salbei und dem Citronenöl ähnelt. Diese Sorte wurde von den Türken so hoch geschätzt, daß sie nur etwa als Geschenk des Sultans an Höfe nach Europa kam.

Die zweite Sorte des Mekkabalsam ist dickflüssiger als Kopaivabalsam, wird weiß und seifenartig, wen es gerieben wird und breitet sich, auf Wasser gekröpft, auf dessen Oberfläche zu einem Häutchen aus. Diese Sort ist gelblich oder rötlich, von angenehm starkem, gewürzhaftem Geruch und bitterlich, gewürzhaft scharfem Geschmack. In Weingeist sie allerdings nicht vollständig löslich. Dieser Mekkabalsam war bereits im Altertum berühmt und sonst gegen Lungensucht, Steinschmerzen und Blennorrhöe in Gebrauch.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Hannover, 1918 (Nachdruck Darmstadt 1998), Band 2, Sp. 1364.

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