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Der Olivenbaum (Olea europaea), auch Echter Ölbaum genannt, ist ein mittelgroßer, im Alter oft knorriger Baum aus der Gattung der Ölbäume (Olea), die zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) gehört. Er wird seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. als Nutzpflanze kultiviert und wurde als "Heiliger Baum der Antike" angesehen. [1]

Beschreibung

Der Olivenbaum zählt neben Getreide und Wein zu den ältesten bekannten Nahrungs­mit­teln. Seine ursprüngliche Heimat ist das östliche Mittelmeergebiet. Dieser Baum kann mehr als 2.000 Jahre alt werden. Das hohe Alter ist besonders erstaunlich, bedenkt man, dass der Pflanze oft nur trockene und karge Böden zur Verfügung stehen. Nach sieben Jahren Wachstums trägt der Baum erstmals Früchte. Seine Blüten werden lediglich durch den Wind bestäubt, und so kommt im Durchschnitt auf etwa 20 davon nur eine einzige Olive!

Erst mit 150 Jahren beginnt der Baum merklich zu altern, seine jährlichen Ernteerträge fallen dann deut­lich geringer aus. Doch bevor es soweit kommt, wurde den Menschen laut der Sage von den Göttern vor dem Genuss der reifen Früchte und ihres kostbaren Öls die Aufzucht und Pflege der Öl­bäume, vor allem jedoch die alljährliche und sehr arbeitsintensive Ernte der Oliven auf­erlegt. Zwischen Oktober und Januar, je nach Anbaugebiet und Oli­vensorte, werden die Früchte zu unterschiedlichen Zeiten geerntet. Bei der Ernte von Hand werden für einen Liter Öl etwa vier bis fünf Kilogramm Früchte benö­tigt. [2]

Anwendungen

2000 Jahre alter Olivenbaum

2000 Jahre alter Olivenbaum

Vom Baum werden die Früchte für Nahrung und Olivenöl, sowie das Holz verwendet. In der mediterranen Lebensweise finden Oliven und ihr Öl sowohl in der Küche als auch in der Medizin und in der Körperpflege vielseitige Anwendung. Insbesondere in der Küche spielt Olivenöl eine zentrale Rolle: Es gibt kaum ein Gericht ohne wenigstens einen Spritzer dieser wertvol­len Zu­tat. Schon Hippokrates empfahl: "Lasst eure Nahrungsmittel Heilmittel und eure Heilmittel Nahrungsmittel sein".

Als Heilpflanze

Olivenöl kommt in Südeuropa von alters her nicht allein in den Küchen zum Einsatz. Es war bereits in der Antike auch ein bewährtes Heil- und Hausmittel gegen zahllose Krankheiten und Zipperlein. Auch das Olivenblattextrakt wird seit Jahrhunderten zur Bekämpfung bakterieller Infektionen eingesetzt. [3] Gründe dafür gibt es viele. Das Öl wird z.B. als Vorbeugung gegen Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Beschwer­den genutzt. Heilkräftige Kräuterzubereitungen unter Verwen­dung von Olivenöl werden eingesetzt gegen Hauterkrankungen wie Gürtelrose, Hautpilze, Neurodermitis, gegen Erkältungssymptome wie Bronchitis, Husten, Ohrenschmerzen und bei Verdauungsproblemen und zahllosen anderen Be­schwerden.

Da Olivenöl im Mittelmeerraum seit Langem in dem begründeten Ruf steht, ein universelles Allheilmittel zu sein, wurde das »flüssige Gold« bereits in den alten Kultu­ren auch als Schönheitsmittel verwendet, und zwar insbeson­dere zur Haut- und Haarpflege. Schon früh waren eine Vielzahl von Rezepten für Essenzen mit Olivenöl zur Gesichtsreinigung, zur Herstellung von Seifen, für Cremes und Lotionen, Haarkuren, duftende Badezusätze und vieles andere Wohltuende mehr bekannt.

Mythologie

Griechische Mythologie

In der griechischen Sage gewann Athene den Wett­streit mit Poseidon, als sie beide um die Gunst der größten und ein­flussreichsten Stadt des Altertums rangen. Nur wer den Einwohnern das beste und nützlichste Geschenk machte, sollte von Zeus zum Namenspatron der Stadt erwählt werden. Doch während der Meeresgott Poseidon der unter Trockenheit leidenden Region einen Brunnen schenkte, in dem sich nur Salz­wasser befand, stieß Athene, die Göttin der Weisheit, ihre Lanze in den Erdbo­den, und hervor wuchs ein Ölbaum. Dieser war ein wahrhaft nützliches Ge­schenk, spen­dete er doch Nahrung, Olivenöl und Holz. Mit ihrer Gabe gewann Athene das Duell, und die Stadt wurde nach ihr benannt: Sie hieß fortan Athen. Doch kamen im antiken Hellas nicht nur die Irdischen in den Genuss von Olivenöl – auch die Statuen der Götter salbte man regelmäßig damit, denn was den Erdenmenschen zuteilwurde, konnte man schließlich den Göttern nicht vorenthalten.

Rezepte

  • Italienisches Bruschetta: Rösten Sie mehrere Scheiben Weißbrot, strei­chen emit ei­ner Knoblauchzehe darüber, salzen und pfeffern und tränken die so vorbereite­ten Brotscheiben in reichlich erstklassigem nativen Olivenöl extra.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Wikipedia: Ölbaum
  2. Kopp Online: Olivenöl - Natürlich heilen und pflegen mit Olivenöl. Patricia Alda, 21.01.2012.
  3. Natürliche Antibiotika - Kopp Online

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