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Ornamentik

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Eine Ornamentik kann man nicht für sich allein betrachten, sondern immer im Zusammenhang mit dem gesamten Stück, auf dem es sich befindet. Denn sehr häufig hängt es mit der Struktur des ganzen Teiles zusammen, ist z.B. ein Überrest von dessen ursprünglicher Herstellung, oder soll einen gewissen Aufbau andeuten, wenn auch der Hersteller des Stückes sich dessen vielleicht gar nicht mehr bewußt war.

Allgemeines

Im germanischen Gebiet ist die Ornamentik meistens technischer Natur, es ahmt die Techniken von Flechten, Weben, Nähen und mit Schnüren Belegen nach. Die organischen Elemente: Pflanzenwerk, Tier- und Menschenfiguren werden erst wenige Jahrhunderte vor Chr. durch Vermittlung der Hallstatt- und Latènekultur aus dem Süden eingeführt.

So findet sich auf Geweihstücken aus den Kjökkenmöddingern (Museum Kopenhagen) ein Ornament, das vom Netze-Knüpfen stammt (Bild); dasselbe Muster sieht man auf dem Haarnetz einer Bronzezeitfrau aus einem jütischen Baumsarg; dasselbe Muster findet sich aber auch, und zwar in Ätz-Technik, auf einer eisernen Speerspitze der römischen Kaiserzeit (0 bis 200 n. Chr.) aus dem Gräberfeld zu Rondsen, einem Stadtteil von Graudenz (Polen).

Figürliches

Knochenkamm, Gotland, kulturgeschichte00mont Abb.016.jpg

Knochenkamm aus einem jungsteinzeitlichen Wohnplatz auf Gotland (5500-2200 v. Chr.)

Abgesehen von einigen Versuchen, an Tongefäßen ein paar Augen darzustellen (Bild), oder an einem Kamm die Ecken zu Köpfen auszugestalten, kommen figürliche Darstellungen erst unter dem Einfluß der Hallstatt- und Latènekultur vor.

So z.B. auf den Gesichtsurnen Westpreußens Reiter und Wagen in ideoplastischer Form: gezeichnet, wie der Mann sich den Wagen denkt, mit allen vier Rädern voll dargestellt, nicht wie er ihn in Wirklichkeit sieht, mit zwei ganzen und zwei größtenteils verdeckten Rädern. Völlig südlich mutet aber der Tierfries auf einer Frühlatènezeitlichen Flasche von Matzhausen (Oberpfalz) an [1], die im Berliner Museum ausgestellt wurde und ganz nach dem Vorbild von rhodischen Vasen gestaltet ist.

Tierornamentik

Die Tierornamentik, die in der Völkerwanderungszeit bei den germanischen Völkern aufkam, entstammt derselben Wurzel, wie der Beginn der Ausgestaltung von bronzezeitlichen Spiralmustern zu Vögeln. Wo die Germanen figürliche Ornamentik aufnahmen, verschmolzen sie es gern mit anderen Motiven, wie es noch bis in die deutsche und holländische Renaissance hinein (15./16. Jh.) geschah. So wurden Band-Enden zu Armen und Beinen, Knoten zu Köpfen mit Augen usw.

Tongefäßornamentik

Das System der Tongefäßornamentik blieb auf germanischen Gebiet von der Jungsteinzeit (5500-2200 v. Chr.) an dieselbe: Es ist die Nachahmung des Flechtens und Schnürens. Nur die Technik, in der die Ornamente hergestellt wurden, wechselte, und zwar in der Weise, daß man sich ihre Herstellung immer bequemer zu machen versuchte. Zuerst wurde in „Tiefstich" die alte Korbflechterei Punkt für Punkt nachgebildet (s. Korbstil).

Dann nahm man eine Schnur und drückte gleichlange Linien ringsherum ein (s. Schnurkeramik), in der Lausitz ging man zu der „Kannelierung" über, bei der sich mittels eines rundzahnigen Holzes oder Knochens gleich eine Reihe von parallelen Furchen erzielen ließ (s. Lausitzer Typus). Die saubere Furchung wurde abgelöst durch flüchtigere Ritzung oder Kratzung. Zwischendurch hatte man auch in dem Rädchen eine maschinelle Hilfe gefunden, und ganz vereinzelt verwendete man ab der Latènezeit (450 v.Chr. bis 15 n.Chr.) nach südlichem Vorbild den Farbenpinsel zur Tonmalerei.

Eisenzeit

Mäanderurne Börzow, RdgA Bd3, Taf.005, Abb.22.jpg

Keramik der Römischen Kaiserzeit: Mäanderurne von Börzow

Sonst kommen in Norddeutschland weder in der vorrömischen Eisenzeit, noch den folgenden Jahrhunderten neue Motive auf. Doch die Technik zur Herstellung der Ornamente erfährt einige Änderungen: zur Herstellung der Schnurverzierung wird ein Rädchen verwendet, das die Schräglinien und später die Punkte fortlaufend gleichmäßig herstellt.

So wird zuerst der zwischen den umlaufenden Lausitzer Furchen stehen gebliebene Wulst mit dem Rädchen übergangen und damit zur Schnur gestempelt; die dazwischen liegenden Furchen erscheinen als Nebensache. benso werden dann die Zickzacklinien, die als Gehänge von den umlaufenden Rillen erscheinen, mit dem Rädchen hergestellt (Treplin).

Die Mäanderverzierung, die in der Römischen Eisenzeit auf glatten, kohlschwarzen Gefäßen in Norddeutschland, besondern im Elbegebiet auftritt, ist ebenfalls ein aus Flechterei entstandenes Ornament, das noch aus der Hallstattkultur stammt. (s. Keramik der Römischen Kaiserzeit).

Völkerwanderungszeit

In der Völkerwanderungszeit (ca. 375-568) tritt in der Altmark und in Altsachsen eine Keramik auf, die wie eine neue Blüte der alten neolithischen Ornamentik erscheint. Die Gefäßformen knüpfen an den Rössener Typus an, die Verzierungen sind Flechtwerk mit dicken Spanten und allerhand Stempelwerk, wie es auch in der fränkisch-merowingischen Keramik vorkommt.

Die sächsischen Töpfe, deren Stil im Land Hadeln (im heutigen Niedersachsen), zwischen Elb- und Wesermündung, seinen Brennpunkt hat, gingen auch über nach England und der Südküste von Norwegen, ein bemerkenswertes Beispiel, wie man volkliche Wanderung archäologisch erkennen kann. (siehe Keramik der Römischen Kaiserzeit: auf Bild: Schalenurne von Pritzier und Bild: Buckelgefäß von Wenden).

Mittelalter

Keramik, fränkisch-allamannisch, RdgA Bd3, Taf.005, Abb.028.jpg

Fränkisch-allamannische Keramik des Frühmittelalters

In dieser völkerwanderungszeitlichen Keramik, der norddeutsch-sächsischen wie der mittel- und süddeutschfränkischen, wird vielfach mit dem Stempel verziert. So werden hauptsächlich viereckige Punkte in größerer Zahl auf einmal eingedrückt.

Das Muster, das dadurch ursprünglich erzielt werden sollte, ist nichts anderes als wieder die alte horizontal-vertikale Flechterei. (siehe: Keramik des Frühmittelalters) Es werden aber auch vielfach andere Motive wie Kreuze - die nachher auch auf slawischen Gefäßen und bis ins Mittelalter hinein häufig sind-, Rosetten und Fußsohlen, wobei sich letztere auch in der Keramik der Römischen Kaiserzeit finden, verwendet... Weiterlesen.

Metallornamentik

Wie auch den Tongefäßen schon Gefäße aus vergänglicherem Material vorausgegangen waren, die die neue keramische Kunst dann zunächst nachahmte, so gab es auch vor den Bronzegeräten und -Schmucksachen dieselben Dinge schon in vergänglicherem Material, und bei der Übersetzung in Metall wurden die alten Formen und Verzierungen zunächst beibehalten.

Den Tongefäßen dienten Kürbisse und Körbe als Vorbild, den Metallsachen, wie Halskragen, Manschetten, Gürteln und Gürtelplatten, Schilden, Schwertgriffen gingen gewebte Stoffe oder Leder (ev. mit Holzunterlage) voraus, die nun durch ihre Struktur, durch die Benähung mit Schnüren, durch die Umwicklung mit Bändern oder Riemen der Metalltechnik ihre ersten Ziermotive lieferten.

Dadurch hat die Bronzeornamentik von Haus aus einen etwas anderen Charakter als die der Tongefäßornamentik, und weitere Besonderheiten entwickelte sie im Laufe der Zeit dadurch, daß die Herstellung der Ornamente sich mehr und mehr auf die Beschaffenheit des Metalls einstellte. Die Nachahmung der organischen Natur, des Pflanzenwerks, sowie der Tier- und Menschenwelt, folgte auch hier erst spät, erst unter dem Einfluß des südlichen Kulturkreises.

Schnüre und Quasten

Das klassische Beispiel für die Übersetzung des Stoffschmucks in Metall sind die goldenen Kopfgehänge aus dem großen Schatz des Priamos von Troja aus der Griechische Bronzezeit (ca. 2800 v. Chr.). Sie entstanden dadurch, daß Frauen sich die Stirnhaare und die bei den Schläfen länger herabfallenden Locken mit bunten Schnüren durchflochten.

Das "Große Gehänge" zeigt die geschlossene Form der Schnüre aus zahllosen kleinen, ovalen Goldblättchen zusammengesetzt, die so übereinandergreifen, daß die wellige Natur der Flechtschnur entsteht. Am Ende der langen seitlichen Schnüre hängt ein Goldblatt mit einem rundlichen Kopf oben, einer Einschnürung in der Mitte und einer fächerförmigen Ausweitung unten (Bild).

Auch wenn Schliemann diese Goldblätter ursprünglich für Idole hielt, handelt es sich hierbei um Quasten, wie sie den natürlichen Abschluß von Stoffschnüren bilden. Das zweite, kleinere Kopfgehänge zeigt kunstvollere, in Luftmaschenhäkelei gedachte Schnüre; auch an ihren Enden hängen wieder die „Quasten". Ähnliche Gebilde begegnen uns auch in Mittel- und Nordeuropa im Laufe der Bronze- und Eisenzeit.

Dahin gehören die goldenen Anhänger der Elbkultur in der frühen römischen Eisenzeit (0-200 n. Chr.), wie in Bild: Hängeschmuck. Deutlich charakterisiert sich auch ein Bronzeblechanhänger von einer Halskette aus Este (Bild) als Quaste, und auch die Goldgehänge von Sakrau (bei Breslau) sind stilisierte Quasten.

Die gebräuchlichste Amulettform der römischen Zeit ist die der Lunulae, die gern durch zwei Eberzähne hergestellt werden: vielleicht ist auch diese Form auf dem bezeichneten Wege entstanden und wurde später durch Umdeutung zur Mondsichel, so wie die sich kreuzenden Dachsparren auf den sächsischen Bauernhäusern, zu Pferdeköpfen ausgestaltet, heilige Zeichen des Wodan und damit Schutzmittel des Hauses wurden.

Halskragen und Manschetten

Die Halskragen aus Bronze, die man früher lange Zeit für Diademe gehalten hat, und ebenso die breiten, dem nordischen Kreis eigentümlichen Manschetten zeigen des öfteren ganz klar die Struktur einer derben Weberei in der Art, daß ein dicker Kettenfaden von einem dünneren Faden quer überlagert wird, wie bei den heutigen orientalischen „Kelims" und „Karamans". Das Bild: Halsring aus Skane stellt einen solchen bronzezeitlichen Halskragen aus Skåne (Schweden) dar.

Bei diesen Halskragen ist der über dem Kettenfaden liegende feinere Faden nur in Absätzen wiedergegeben, die auf der Kette von Faden zu Faden abwechseln. Diese Darstellung wäre am ehesten so zu deuten, daß der Kettenfaden immer eine Strecke weit freigelegen hätte und dann wieder ebensoweit übersponnen gewesen wäre. Das Gewebe hätte dann jedenfalls zwei Farben aufgewiesen.

Denkbar ist aber auch, daß die Kette ebenso gänzlich übersponnen gewesen wäre wie bei modernen Fabrikaten, und daß mit der abwechselnden Schraffierung und Freilassung nur die Zweifarbigkeit zum Ausdruck gebracht werden sollte. Wie dem auch sei, auf jeden Fall ahmen die Bronzestücke so deutlich grobe Kelimwebereien nach, daß Forscher sie als ihre Vorgänger betrachten müssen (Bild).

Neben diesen einfach verzierten Stücken stehen reichere Anfertigungen. Ihre Mittelfläche ist in Abteilen mit Spiralen bedeckt, die seitlichen spitzzulaufenden Enden dagegen wurden durch Abnähungen besonders verstärkt (wie auch schon bei dem Bild: Halsring von Skane), um dem Band Halt zu geben, mit dem der Kragen hinten zusammengebunden werden soll. Diese Behandlung des Bandansatzes findet sich deutlich auf dem rhombischen Mittelstück der Doppelspiralfibeln wie bei dem Bild: Haarknotenfibel aus Hannover: an den spitzen Enden links und rechts ist die kräftige Abnähung deutlich; außerdem hat das ganze Stück ein Randornament erhalten, das die Säumung des äußersten Randes in parallelen Stichen und dahinter eine doppelte Absteppung zeigt.

Daß die Halskragen und Armringe keineswegs bloß in Frauen-, sondern gerade in der älteren Zeit regelmäßig auch in Männergräbern vorkommen, ist ein Beweis dafür, daß sie ursprünglich nicht Schmuck-, sondern Schutzstücke gewesen sind: sie schützen gerade diejenigen Stellen (Hals, Oberarm und Handgelenk) die auch bei den heutigen Studentenmensuren mit seidenen Binden besonders bandagiert werden. Noch in der Späten Nordischen Bronzezeit (ca. 730-530 v.Chr.) tragen die Männer oft mächtige Oberarm- und Handringe, und zwar häufig nur einen, an dem rechten, fechtenden Arm.

Daß auch Frauen schon lange Arminge und Halsringe tragen, erklärt sich vielleicht auch daraus, daß damals auch die Frauen bewaffnet gingen: gerade die Frauen der Älteren Nordischen Bronzezeit (1800-1100 v.Chr.), die wir mit ihrer ganzen Bekleidung und Ausrüstung aus den jütischen Eichensärgen kennen, tragen einen Dolch im Gürtel. Zu dieser Schutzausrüstung der Frau hat sich im Norden dann eine große runde Gürtelplatte gesellt, die in ihrer Verzierung noch deutlicher als der Hals- und Armkragen zeigt, wie sehr man darauf bedacht war, ein solches Stück möglichst fest und schutzsicher zu machen: es ist oft ganz bedeckt von enggeschlungenen Spiralen (Bild).

Spiralmuster

Doppelspiral-Ornamentik, Breslau, RdgA Bd3, Abb.024.jpg

Abb. 24: Schnurspirale mit Doppelspiral-Ornamentik, Breslau

Spiralmuster, besonders die Doppelspirale, die im Mittelpunkt umwendet, erscheint als höchst merkwürdige und ausgeklügelte Erfindung, wenn man sie von außen nach innen konstruiert; um so einfacher aber, wenn man sie von innen nach außen dreht. Und so ist sie offenbar entstanden, und zwar zunächst als einfache Spirale.

Als solche ist sie schon ägyptischen Tongefäßen der vordynastischen Zeit (um 3000 v. Chr.) aufgemalt und findet sich in der späten Steinzeit auch auf der Balkanhalbinsel eingekratzt, aufgelegt und gemalt (Butmir, Cucuteni usw.).

Auf Tongefäßen und Bronzearbeiten (s.a. Bronzegefäße) ist die Ornamentik nur sekundär: man muß immer nach dem Originalstoff suchen, auf dem und in dem das betreffende Ornament seiner Natur nach entstanden ist. Für die Spirale dachte man dabei an Bronzedraht, aber erstens fordert er doch nicht dazu heraus, ihn in engen Windungen zusammenzupressen, und zweitens ist die Spiralornamentik weit älter als die Verwendung von Bronze. Wie sie entstanden ist, zeigen jedoch möglicherweise die nordischen Halskragen und Gürtelplatten... Weiterlesen.

Flecht- und Wickelmotive

Statt der breitflächigen Halskragen und Manschetten kommen häufig Hals- und Armringe von rundlichem Querschnitt vor, und ihre Ziermotive zeigen, daß sie einen biegsamen Stab oder eine dicke, wulstige Schnur mit Fäden umwickelt nachahmen.

Halskragen, Hannover, RdgA Bd3, Taf.032, Abb.011.jpg

Bronze-Halskragen, Hannover

Am einfachsten zeigt sich das bei den Halsringen, wie beim Bild: Bronzehalsband aus Este, wo ein einfacher dicker Faden schräg um den Grundstoff gewickelt ist, eine Verzierung, die dann von den gedrehten Ringen nachgeahmt wird (Bild: Laufender Hund).

Komplizierter ist die Wickelung bei dem Armband in diesem Bild. Hier ist der Grundstoff zunächst mit dichten Fäden schräg belegt, dann sind zwei Fäden in der Spirale darüber gewunden, und an beiden Endigungen ist eine mehrfache Querabbindung erfolgt.

Armring Ornamentik, Schwerin, RdgA Bd3, Taf.032, Abb.007.jpg

Verzierung auf einem Bronze-Armband, Schwerin

Noch komplizierter wäre das Motiv auf den Halsringen (Bild), wenn man es gleichfalls aus einer Umwicklung erklären wollte. Jedoch wurde hierbei einfach das alte Zickzack-Flechtband, das in der Keramik so häufig ist (s. Bandkeramik), auf Bronze übertragen.

Waffenverzierungen

Flecht- und Wickelmotive Motive beherrschen weithin die Ornamentik der Bronzezeit (2200-800 v. Chr.) und gingen dabei auf die verschiedensten Geräte über. Oft waren die Motive miteinander vermischt und häufig nur angedeutet. Genauso oft wurden sie halb oder auch ganz mißverstanden.

Bei den Dolch- und Schwertgriffen war eine Umwicklung von jeher üblich; selbst die aus einem Stück hergestellten nordischen Feuersteindolche der Steinzeit hatten sie bereits. Später wurde bei bronzenen Schwertgriffen, oft in reicher Weise, die untere Umspinnung mit feinen, kreuz- und quergehenden Fäden und die darüber liegenden derberen Lederriemen angegeben. Bei Nadeln war meist der obere Teil umflochten: solange das Stück aus Holz (Dorn) oder Knochen war, mußte der Kopf oder die Öse besonders gesichert werden. Bei Fibeln ist dann der Bügel vielfach umsponnen.

Eine besondere Verzierung kam in römischer Zeit auf eisernen Speerspitzen im ostdeutschen Gebiet vor, wie sie hauptsächlich ein Urnenfriedhof bei Rondsen (Graudenz) geliefert hat. Üblich sind Linien aus langen Punzeneinschlägen in der Längsrichtung des Speers gezogen: sie bringen das Abhämmern zur Verstärkung und Schärfung der Klinge zum Ausdruck, das man auch schon bei Bronzeschwertern angewandt hatte und das bei diesen die markanten, fast rillenartigen Züge gegen die Spitze hin hervorgerufen hat. Ein paar Stücke zeigen auch, und zwar in Ätzung, die mit Fruchtsäure vorgenommen sein muß, eine netzartige Verzierung der Klinge. Auch hier hat man wohl den Eindruck der Hämmerung mit einem viereckigen Punzen hervorrufen wollen.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Springer-Wolters, Handbuch der Kunstgeschichte, Bd. I. 10 Auflage. S. 11

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