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Ottonen

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Die Ottonen wurden vor der Kaiserkrönung auch die Liudolfinger genannt. Sie waren ein sächsisches Adelsgeschlecht und eine deutsche Herrscherdynastie. Sie regierten im ostfränkisch-deutschen Reich von 919 bis 1024. Begründer des Adelsgeschlechts war Graf Liudolf († 866). Die Bezeichnung Ottonen geht auf die drei liudolfingischen Kaiser zurück: Otto I., Otto II. und Otto III..

Familiengeschichte

Der Aufstieg der Ottonen fällt mit dem Aufstieg des Ostfrankenreiches und dem Entstehen des Heiligen Römischen Reiches zusammen. Als König Konrad der Jüngere, der mächtigste Stammesherzog, den Liudolfinger Heinrich I. von Sachsen, zu seinem Nachfolger zu ernannte, erhielt die zuvor lediglich im Herzogtum Sachsen bedeutende Familie die Königswürde.

Persönlichkeiten

  • Otto II. (955-983) - Römisch-deutscher Kaiser (973–983).
  • Otto III. (980–1002) - Römisch-deutscher Kaiser (983–1002).

Regierungszeit

Die Ottonen sind erfüllt von der imperialen Reichsidee, zu der die Unterstützung des Papstes und die Herrschaft in Italien vonnöten sind. Daher sichert Kaiser Otto II. (973–983) die Unabhängigkeit des Papstes vom italienischen Adel, scheitert aber bei der Befreiung Süditaliens von den Arabern (Sarazenen). Kaiser Otto III. (983–1002) versucht vergeblich, mit dem von ihm ernannten Papst Silvester II. Rom zum Sitz des ganzen Reiches zu machen. [1]

Geschichtsschreibung

Die Geschichtsschreibung der Ottonenzeit folgte nach dem Niedergang des Frankenreiches auf die Historiographien der Karolingerzeit. Sie reicht von 911 bis 1024 und fällt in den Umbruch vom Frühmittelalter zum Hochmittelalter.

Mit dem allgemeinen Verfall des Karolingerreiches sank auch die Geschichtsschreibung im größeren Stil von der Höhe herab, die sie während der Karolingischen Renaissance gewonnenen hatte. Diese Blüte hatte sich aufgrund der Einheit des Reiches, der Macht Karls des Großen (747-814) und des durchgesetzten Friedens entfalten können. Doch nach 843 war das Frankenreich zersplittert, wurde von inneren Kämpfen sowie den Einfällen von Wikingern, Ungarn, Dänen und Slawen geplagt.

Es kursierten Seuchen, Hungersnöte und all die anderen Schrecken des Krieges. Übergriffe der Laienfürsten, Beraubungen der Kirchen, Verschleuderung ihrer literarischen Schätze, Zerstreuung, Verwilderung der Mönche und Weltgeistlichen... All diese Elemente trugen zum Schwinden der feingeistigen Kultur und mit ihr der Historiographie bei.

Die erste Hälfte des 10. Jhds. war die weitaus unfruchtbarste Epoche der deutschen Geschichtsschreibung. Und selbst die wenigen erhaltenen Chroniken unterscheiden sich in ihrer Qualität stark von den karolingischen Leistungen auf diesem Gebiet.

Das änderte sich erst, nachdem die ersten beiden sächsischen Herrscher, Heinrich der Finkler (876-936) und Otto I. der Große (936–973), das Reich neu gegründet, gefestigt und ausgedehnt hatten. Um die Mitte der fünfziger Jahre des 10. Jhs. waren die Bürgerkriege eingedämmt und die äußeren Feinde niedergeworfen. Das Ostfrankenreich stand überlegen unter den anderen europäischen Staaten, und mit dem Erwerb Italiens (951) und der Kaiserkrönung Otto I. (962) stieg es als "Heiliges Römisches Reich" zur Hegemonie in Europa auf: Es gab Helden und Großtaten genug, um die Phantasie zur historischen Gestaltung wieder anzuspornen... Weiterlesen.

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Quellen

  1. Geschichtsbaum Deutschland. National Geographic Deutschland. Britta Orgovanyi-Hanstein. Candor-Verlag, 2006. ISBN 3200005572, ISBN 9783200005570.

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