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Geräte zum Rauchen fand man z.B. in italischen, gallorömischen (Neufville-le-Pollet, Seine-Inférieure) und selbst in vorgeschichtlichen Gräbern Europas; und zwar Pfeifenköpfe aus gebranntem Ton, Eisen, Bronze, die sich von den neuzeitlichen in Form nicht sehr weit unterscheiden.

Geschichtliches

In manchen Gegenden Irlands und Schottlands werden vorgeschichtliche Rauchgeräte häufig gefunden, in Irland besonders in der Nähe der runden Schanzen (Dänenschanzen, daher Dänenpfeifen). Sie werden den Elfen- oder Clurcauen zugeschrieben und Elfinpipes genannt. Vorgeschichtliche Rauchgeräte fand man auch massenhaft am Hadrianswall und in den Grabhügeln Hollands, römische in der Schweiz, im Berner Jura, auch in Rom selbst. Was in diesen Rauchgeräten genau geraucht wurde, ist allerdings nicht bekannt. Wissenschaftler vermuten allerlei einheimische narkotische Kräuter und Rinden.

Plinius der Ältere (23/24-79 n. Chr.) erzählt nach Apollodor von den Barbaren, daß sie eine Binse (Cyperus) rauchten, deren Rauch sie munterer und kräftiger mache. Die Skythen berauschten sich durch den Dunst von Hanf, den sie auf heiße Steine streuten. Man rauchte auch verschiedene Kräuter, vorallem Huflattich als Heilmittel und sog den Rauch durch ein Rohr ein. Vielleicht führte dieser medizinische Gebrauch dazu, allerlei Kräuter auf ihren Rauch geschmack zu versuchen, wie man noch bis in die Neuzeit hinein Rosenblätter und Veilchenblätter rauchte.

Tabakpfeife

Die europäische Tabakpfeife unterschiedet sich hinsichtlich ihrer Entwickelung in zwei Kategorien: die einteilige und die zusammengesetzte. Erstere herrschte von der Einführung des Tabaks nach Europa am Ende des 16. Jh. bis 1689 allein vor. Sie variiert in ihrer einfachsten Form (z.B. als holländische Tonpfeife) äußerlich in vielfältiger Weise, geht aber nicht über sie hinaus.

Ihr gegenüber bedeutete die von Franz Vicarius 1689 gemachte Erfindung des Abgusses und der sonstigen Zusammensetzung hygienisch und ästhetisch einen großen Fortschritt; in Deutschland war stets die zusammengesetzte Pfeife vorherrschend, während England, Frankreich und Holland die abgußlose Tonpfeife oder die oft künstlerisch schön geschnitzte Pfeife aus Holz und anderen Materialien bevorzugten. Im übrigen hat auch Europa seine regionale oder gar lokale Begrenzung der Typen, ja sogar Standespfeifen (Ulmer Kopf, Amager-, Studenten- und Pastorenpfeife). Verhältnismäßig neu, aber hochbedeutsam für die Herstellung und künstlerische Ausgestaltung der Rauchgeräte wurde die Heranziehung des Meerschaums und des Bernsteins.

Quellen

Einzelnachweise

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