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Das Mittelalter kannte die besondere Kategorie der Rechtlosen oder auch unehrlichen Leute, die entweder durch Verbrechen ihr Recht ein- für allemal verwirkt hatten oder durch uneheliche Geburt (s. Bastard) oder unehrliches Gewerbe die Standesehre für ihre Person verloren.

Beschreibung

Diese Rechtlosigkeit einer Person bedeutete nicht (wie die Echtlosigkeit oder Friedlosigkeit der Reichsächter) die Ausstoßung aus dem allgemeinen Rechtsschutz (s. Ausgestoßene), sondern nur den Verlust der Rechte, die durch die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Stand bedingten waren. Schon ein karolingisches Kapitular stellt histriones ('Spieler'), nugatores ('Aufschneider '), scurrae ('Possenreißer') mit den unehelichen Bastarden zusammen.

Der Sachsenspiegel bringt mit diesen Spielleute und Lohnkämpfer in eine Kategorie. Das Zunftrecht zieht, seit etwa dem Ende des 13. Jhds., auch ernsthafte Gewerbe und Berufe hinein: Angehörige bestimmter Berufe und deren Kinder wurden für unfähig erklärt, in Zünfte einzutreten, und es wurden auch Angehörigen niedriger Zünfte höhere Zünfte verschlossen. Anfangs war man in dem Ausschluß noch weniger streng. Allmählich aber wurde man schärfer und kleinlicher und vermehrte die Fälle der Ausschließung.

Quellen

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