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Der Rhein ist ein Strom in West- und Mitteleuropa. Sein Quellgebiet liegt überwiegend im Schweizer Kanton Graubünden, seine Mündungsarme erreichen in den Niederlanden die Nordsee. Seine fünf wichtigsten Nebenflüsse sind in Fließrichtung die Aare, der Neckar, der Main, die Mosel und die Maas. Der Rhein ist der wasserreichste Nordseezufluss und eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt. [1]

Beschreibung

Die Täler des Rheins sind seit alters besiedelt. Zudem erlangte der Fluss als Wasserstraße und Handelsweg bereits früh große Bedeutung für das Verkehrswesen, Handel und die Schifffahrt. So liegen in den Berichten Cäsars für den Rhein die ältesten schriftlichen Zeugnisse für Stromschiffahrt im deutschsprachigen Raum vor. Sie bekunden zur Römerzeit (um 1 bis 375 n. Chr.) die Schiffahrt am Ober-, Mittel- und Niederrhein (siehe: 'Binnenschiffahrt').

In der Römischen Kaiserzeit fand eine beträchtliche Binnenschiffahrt auf dem Rhein und seinen Nebenflüssen statt. Ein wichtiger Handelsartikel im Rheinhandel war z.B. bereits seit Alters her der Wein. Getreidehandel findet sich in den seit Urzeiten angebauten Gebieten am Mittelrhein. Über die Einfuhr von Bernstein (lucida gemma) durch die Friesen rheinaufwärts nach Oberdeutschland berichtete z.B. Ermoldus Nigellus. Handel mit Keramiken fand am Rhein statt, mit Gefäßen aus buntem Stein (lapidea). Auch für den Fischfang hatte der Rhein Bedeutung und galt als Fluss mit zahlreichen Lachsfischen.

Auch wurde auf dem Rhein bei Alteburg (2 km südl. Köln) durch Drusus eine römische Flotille (classis Germanica) stationiert, die während des Bataveraufstandes heftige Kämpfe gegen die germanischen Flußfahrzeuge zu bestehen hatte und bis ins 4. Jh. nachweisbar ist. Den Endpunkt der rheinischen Flußschiffahrt und den Ausgangspunkt des Seeverkehrs scheint Nimwegen (Noviomagus) gebildet zu haben.

Küstenveränderungen

In der historischen Zeit erlebte der Rhein einige markante Küstenveränderungen. Im Mündungsgebiet des Rheines und der Schelde war noch in der Antike ein breiter Mündungstrichter in der Fortsetzung des heutigen Hollands Diep vorhanden. Südlich davon lagen mehrere Inseln. Um 1300 nahmen kleine Inseln die Stelle jener Mündung ein, während die südlichere Inselgruppe größere Lücken als zuvor aufwies. Die großen Inseln der Gegenwart - Overfiakkee, Schouwen, Beveland, Walcheren - entstanden erst viel später durch Eindeichungen. Vom Rhein bis Helder änderte die Küste ihre ursprüngliche Gestalt nur insofern, als der Dünenwall durchweg etwas nach Osten wanderte.

Verwandte Themen

Siehe auch:

Quellen

Einzelnachweise

  1. Wikipedia: Rhein

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