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Ris von Kriechen (Griechischer Reis) ist ein Rezept aus dem Mittelalter, das um 1350 im "Buoch von guoter Spise" (Buch von guter Speise) in der Ausgabe als "Würzburger Kochbuch" niedergeschrieben wurde. Hierbei handelt es sich um gesüßten, gebratenen Reis.

Original

Im "Buoch von guoter Spise" heißt es im Rezept (5) "Diz heizzet ris von kriechen.":

"Diz heizzet ris von kriechen. du solt ris nemen. und siude ez in eime brunnen. zu halben wege so giuzze daz wazzer abe. und siude ez denne in eime reinen smaltze. und giuz daz smaltz denne herabe. und ein zucker dor uf. und gibs hin und versaltz niht."

Auf Hochdeutsch "Griechischer Reis":

"Dies heißt griechischer Reis. Du sollst Reis nehmen. Und koche ihn in Wasser. Wenn er halb-fertig ist, so gieße das Wasser ab. Und brate es (den Reis) dann in reinem Schmalz. Und gieße den Schmalz dann ab. Und (gib) Zucker darauf (auf den Reis) und serviere ihn und versalze ihn nicht." [1]

Rezeptableitung

  • Reis
  • Schmalz
  • Zucker

Den Reis in Wasser halb weich kochen. Wasser abgießen. Nun den Reis in reinem Schmalz braten. Anschließend das Schmalz abgießen und den Reis mit Zucker bestreuen.

Quellen

  • Das Buoch von guoter Spise". Auch "Würzburger Kochbuch" aus dem Hausbuch des Michael de Leone ("Würzburger Liederhandschrift"). Digitalisat auf Wikisource.

Einzelnachweise

  1. nach Das Buch von guter Speise. Transkription des Originaltextes und Übersetzung ins Hochdeutsche. Nach Hajek, 1958 (in Digitalisierungsprojekt Thomas Gloning).

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