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Der Rosengarten war ein wichtiges Motiv der deutschen Heldensage. Die zwei bekanntesten sind der Kleine Rosengarten des Zwergkönigs Laurin und der große Rosengarten zu Worms im Sagenkreis um Dietrich von Bern.

Hintergrund

Die Römer feierten im Mai die rosalia, das Rosenfest, ein privates Totenfest, an dem man Rosen zu verschenken und auf die Gräber zu legen pflegte; an diesen fanden auch Totenopfer und Gastmäler statt [1]. So wurden die Begräbnisstätten zum pratum rosarum- 'Rosengarten'. Wort und Brauch kamen von den Römern zu den nördlichen Völkern, den Germanen und Slawen. Das Fest lebt im Rosenfest, dem Rosensonntag, fort.

Bezeichnung

Die Bezeichnung Rosengarten ging auf die Friedhöfe und die Aufenthaltsorte seelischer Wesen über. Noch heute führen Gottesäcker in der Schweiz und anderen Alpenländern diesen Namen. Von Oberdeutschland aus verbreitete sich das Wort fast über ganz Deutschland. Wie bei den Römern mögen auch bei den Deutschen vielfach Festlichkeiten mit dem Schmücken der Gräber verbunden worden sein, die schließlich allein noch übrig blieben. So wurde der Rosengarten zum Versammlungsplatz, an dem, besonders im Frühjahr, Volksfeste (Kampf zwischen Sommer und Winter) stattfanden. Zuweilen ging der Name auch auf Orte über, die keine Begräbnisstätten waren. Auch Turniere wurden in ihnen ausgefochten. Durch die mittelhochdeutsche Dichtung sind besonders der Rosengarten des Zwergkönigs Laurin (auch Kleiner Rosengarten) und der große Rosengarten zu Worms berühmt geworden.

Quellen

Einzelnachweise

  1. K.J. Marquardt, Handbuch der römischen Alterthümer, Band 6 (Internet Archive). Leipzig, 1885. 2. Auflage, S. 310 ff.

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