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Crystal keditbookmarks Dieser Artikel wurde am 31. Oktober 2012 als Spotlight vorgestellt.

Der sogenannte "Säbel Karls des Großen" gehört mit zu den kostbarsten Fundstücken für Waffen des Mittelalters und ist ein wichtiger Teil der europäischen Geschichte. Dieser Säbel vom ungarischen Typus wurde von den Königen bei der Krönungszeremonie umgegürtet. Damit war er Teil der sogenannten Aachener Kleinodien, eine Insignie des Heiligen Römischen Reiches dem Karl der Große als erster Kaiser vorstand.

Ursprünglich wurde der Säbel bis zum Jahre 1794 in Aachen verwart. Nun befindet sich dieses kunstvolle Stück bei den Reichskleinodien in der weltlichen Schatzkammer der Wiener Hofburg, im Kunsthistorischen Museum. [1]

Beschreibung

Der Säbel ist vollständig erhalten. Unter den vielen aus dem Mittelalter überlieferten schönen Schwertern und Säbeln sticht dieser mit seinen außergewöhnlich prachtvollen und kunstvollen Verzierungen hervor. In die Klinge ist eine mit Blattgold verzierte Hohlkehle mit komplexer Gravur eingearbeitet. Der Griff ist mit Rochenhaut umwickelt. Parierstange und Beschläge sind vergoldet, ebenso wie der runde Knauf, der dem Schwert zu perfekter Eleganz und Balance verhilft. Auch die Scheide aus lederumwickelten Holz wurde vergoldet und bildet so mit dem Heft eine außergewöhnlich reizvolle und elegante Einheit.

Geschichte

Säbel von Karl dem Großen

Der Säbel ist, wie schon Karls Erwähnung vermuten lässt, sagenumwoben. Kaiser Otto III. soll ihn bei der Öffnung des Grabes Karls im Jahr 1000 gefunden haben, so die Überlieferung. Später entstanden dann die Sagen, Karl der Große habe diesen Säbel vom Kalif Harun al Rashid als Geschenk erhalten bzw. der Säbel sei ein Beutestück aus den Kriegen Karls gegen die Awaren.

Seit die Forschung sich mit dem Säbel beschäftigte, wurden Theorien aufgestellt wo er denn herkäme, da klar war, dass er nicht zentral europäisch sein konnte. Heißester Favorit waren natürlich die Ungarn. Gern hätte man ihn als Beutestück der Schlacht am Lechfeld gesehen.

Zwar wurde später nachgewiesen, dass er niemals im Besitz des 814 verstorbenen 1. Kaisers des Heiligen Römischen Reiches gewesen sein konnte, dennoch ging er unter dem Namen "Säbel Karls des Großen" in die Geschichte ein. Er gehörte neben Reichskrone und Reichslanze zu den bedeutendsten Herrschaftsinsignien der römischen Kaiser, die heute in der Schatzkammer der Wiener Hofburg aufbewahrt werden.

Herkunftsfrage

Inzwischen geht man davon aus das der Säbel aus dem Reich der Kiewer Rus stammt, vermutlich aus dem 10. Jahrhundert. Wie er allerdings Teil der Reichskleinodien wurde ist unklar. 1075 kam eine Gesandschaft, reich beschenkt, aus Kiew nach Deutschland zurück. 1089 heiratete Heinrich IV. nach dem Tod von Bertha von Turin, Praxedes / Adelheid von Kiew, eine Enkelin des Großfürsten Wsewolod I. von Kiew. Alles Gelegenheiten um in den Besitzt einer solchen Prunkwaffe zu kommen; und die reichen Verzierungen auf dem Schwert lassen sicher darauf schliessen, dass er für eine wichtige Person des hohen Adelstands gefertigt wurde.

Unterscheidung

Eine zweite Waffe, die Karl dem Großen zugeschrieben wird, ist Joyeuse, das Schwert Karls des Großen., In einigen Quellen wird auch der hier beschriebene Säbel als "Schwert Karls des Großen" bezeichnet, weshalb es durchaus zu Verwechslungen kommen kann.

Links

Säbel Karls des Großen HN-SH2288c

Quellen

Einzelnachweise

  1. Kunsthistorisches Museum Wien - Bilddatenbank: Säbel Karls des Großen

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