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Die Salier sind ursprünglich ein germanischer Stamm aus dem Salland, die Salii. Als Kern der Salfranken waren sie Teil des Frankenreiches. Im Heiligen Römischen Reich stand der Name der Salier für ein ostfränkisches Adelsgeschlecht. Aus ihren Reihen stammten von 1024 bis 1125 die deutschen Könige und Kaiser. [1]

Als Stamm der Salfranken

Um die Mitte des 3. Jhds. tauchte in der Gegend über dem Niederrhein neben dem Franken ein neuer Name eines Einzelstammes auf, die Salii. Sein etymologischer Sinn ist unsicher, und hängt vielleicht mit der germanischen Entsprechung von lit. salà und lat. (in)sula zusammen. Sein etymologischer Sinn ist unsicher, und hängt vielleicht mit der germanisch. Entsprechung von lit. salà und lat. (in)sula zusammen [2]

Die ältesten Sitze, bis zu denen sich der Name Salii verfolgen läßt, sind die nach ihm benannte Landschaft Salland an der unteren Ijssel. Von dort wichen salische Gauvölker vor den Sachsen und setzten sich in Veluwe und auf der Bataverinsel fest, von woaus sie dann zunächst nach Toxandria übergriffen.

An die Salier als Kern der Niederfranken (Salfranken) schlossen sich Chamaver (im Maasgau) und Chattuarier (im alten kugernischen Gebiet) an, wobei sie gleichzeitig mit der Vorwärtsbewegung ihre alten Stammsitze teilweise den nachrückenden Sachsen überließen. Auch die Tuihanti gehörten wohl zu dieser Gruppe. Doch kam der Name "Salier" mit der Verschmelzung im Volk der Franken bald wieder außer Gebrauch - zumindest vorerst.

Heiliges Römisches Reich

Im Heiligen Römischen Reich des Hochmittelalters stand der Name der Salier vom 10. bis 12. Jh. für ein ostfränkisches Adelsgeschlecht. Aus ihren Reihen stammten die deutschen Könige und Kaiser von Konrad II. (Kärnten) bis Heinrich V. (HRR) von 1024 bis 1125 (s.a. Herrscher des Heiligen Römischen Reiches):

Die Herrschaft der Salier endete im Jahre 1115, als Kaiser Heinrich V. (HRR) in der Schlacht am Welfesholz von den Sachsen besiegt wurde. [3] Ab 1125 wurde Herzog Lothar III. von Sachsen aus dem Adelsgeschlecht der Supplinburger zum deutschen König gewählt.

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Quellen

Einzelnachweise

  1. Pierer's Universal-Lexikon, Band 14. Altenburg 1862, S. 787.
  2. Koegel, Indogermanische Forschungen. 4, 314
  3. Geschichtsbaum Deutschland. National Geographic Deutschland. Britta Orgovanyi-Hanstein. Candor-Verlag, 2006. ISBN 3200005572, ISBN 9783200005570.

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